Wasserknappheit in Kapstadt

Day Zero  

 

In Kapstadt hat die Wasserknappheit eingesetzt. Schuld daran ist das Klimaphänomen El Niño in Teilen von Südamerika sorgt es für extreme Regengüsse welche teilweise Monsun Ausmaße annehmen können, im Süden Afrikas hingegen führt es zu einer extremen Trockenzeit. In Südafrika sogar zur schlimmsten seit über 100 Jahren, daraus resultierend viel in den letzten Jahren kaum Regen. Doch was hat das für Auswirkungen auf das Land? Vor allen in Kapstadt der 4 Millionen Einwohner Metropole ist diese Dürre zu bemerken, da die Trinkwasserversorgung hauptsächlich auf dem Abfluss von Regenfällen basiert. Wie schlimm es mittlerweile ist lässt sich gut an den sechs Stauseen erkennen, welche die Stadt versorgen. Diese sind insgesamt nur noch zu 24 Prozent gefüllt. Der Day Zero beschriebt den Tag an dem der Wasserpegel in allen Stauseen zusammen gerechnet unter 13,5 Prozent fällt. An diesem Tag wird das Wasser abgedreht und an Wasser kommt man nur noch an öffentlichen Stellen welche von Polizisten und Soldaten bewacht werden. Um dies zu verhindern sind die Bürger dazu angehalten pro Kopf nur noch 50 Liter Wasser am Tag zu verbrauchen. Ab dem „Day Zero“ würden sie sogar nur noch 25 Liter Wasser bekommen. Zum Vergleich in Deutschland verbrauchen wir pro Kopf 120 Liter. Denen welche mehr Wasser verbrauchen auch für Tätigkeiten wie Autowaschen denen drohen hohe Geldstrafen. An diese Richtlinien halten sich auch die meisten Menschen, wodurch der „Day Zero“ der Mitte April prognostiziert wurde auf Mitte Juni verschoben werden konnte. Ab Mitte Mai beginnt aber in Südafrika die vermeintliche Regenzeit wodurch viele Experten hoffen, dass der „Day Zero“ abgewandt werden kann und die Wasserspeicher wieder aufgefüllt werden können. Manche Experten glauben sogar, dass es gar nicht so schlecht wäre, wenn das Wasser abgedreht werden würde, da die mittelständigen Menschen mitbekommen würden wie der Alltag in Slums ist, wo es fast nirgendswo fließend Wasser gibt.         

           

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelfristige Probleme und Lösungen  

 

Kapstadt ist heute eine Metropolregion mit über 4 Millionen Einwohnern und der Trend ist weiter steigend Problem dabei ist nur, dass mehr Menschen auch mehr Wasser verbrauchen. Zudem geben viele Experten den Klimawandel zu bedenken, der zu weiteren Trockenzeiten wie dieser führen könnte und wahrscheinlich wird. Um dem vom heutigen Stand aussehenden unvermeidlichen „Day Zero“ kurzfristig aufzuhalten müssen die Südafrikaner auf mehr Regen hoffen. Dass wird aber in der Zukunft nicht mehr reichen, weswegen die Südafrikaner umdenken müssen und nicht mehr ihre ganze Trinkwasserversorgung auf dem Regenwasser basieren. Um die Trinkwasserversorgung zu verbessern und langfristig Krisensicher zu machen sollen Entsalzungsanlagen entstehen. Zudem will die Stadtverwaltung unterirdische Wasserspeicher anbohren um mithilfe der Entsalzungsanlagen eine größere Menge Trinkwasser bereit zu stellen. Ein weiterer Punkt ist, dass sie über ihr Verhältnis von Trink- und Nutzwasser nachdenken wollen, da sie bisher Trinkwasser für alles benutzten. Problem dabei ist aber, dass es einen großen Aufwand darstellt Salswasser zu Trinkwasser zu machen. Würde Wasser was für die Toilette gedacht ist nur Nutzwasser sein würden sie Zeit und Geld sparen. Geld sparen ist besonders wichtig da die Entsalzungsanlagen und die Bohrungen viel Geld kosten werden. Um diese Projekte zu unterstützen wird auch schon im Rest des Landes Geld gesammelt.         

                                                                                                                      

 

          

 

Quellen:  

 

Kibera

 

Lage von Kibera:

 

Kibera ist ein Slum im Südwesten Nairobis und gilt als der größte Slum der Hauptstadt Kenias. Kibera nimmt dabei eine Fläche von 2.5 Quadratkilometern ein und liegt ungefähr 7 Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum Nairobis. Außerdem ist Kibera in mehrere übergangslose Teilsiedlungen unterteilt, welche die Folgenden wären: Kianda, Soweto, Gatwekera, Kisumu Ndogo, Lindi, Laini Saba, Siranga/Undugu, Makina und Mashimoni.Zudem ist die südliche Grenze Kiberas überwiegend durch den Nairobi river und dem Nairobi Dam begrenzt, ein künstlicher See, der eigentlich als Wassernutzung für die Stadtbewohner gilt, doch mittlerweile führen schon zwei Hauptleitungen dieses Sees nach Kibera. Ebenso führt aber auch die Bahnlinie Nairobi-Kisumu durch den dicht besiedelten Slum. Durch diese dichte Besiedelung kam Kibera wahrscheinlich auch zu seiner Namensgebung, denn Kibera, was sich von „kibra“ ableitet, heißt so viel wie Dschungel oder Wald. Insgesamt 60% der Einwohner Nairobis wohnen in Slums wie Kibera, obwohl alle Slums von Nairobi gerade mal 5% der Stadtbevölkerung ausmacht.

 

 

Allgemeine Informationen zu Kibera:

 

Kibera wurde 1920 von nubischer Soldaten gegründet. Der Slum gilt als größter in Kenia und zählt zu den größten in Afrika. Genaue Zahlen über die Größe der Bevölkerung sind jedoch nur unzuverlässig zu bekommen. Die UN schätzte 2010 die Gesamtbevölkerung von Kibera auf 500.000 bis 700.000. Im Gegensatz dazu kamen 2009 nach Volkszählungen die Chefstatistiker Kenias sicher, dass in Kibera rund 200.000 Menschen leben. Gerade wegen der Größe und der dichten Besiedelung des Slums ist es immer wieder schwer genaue Zahlen über diesen Ort herauszufinden.

 

Die Menschen in Kibera gehören zu verschiedenen ethnischen Gruppen. Die größten zwei Gruppen sind die „Lou“ die ungefähr 35% der Bevölkerung ausmachen und die “Luyia“, die knapp 30 % der Gesamtbevölkerung ausmachen.Kibera nimmt eine Fläche von 2,5 Quadratkilometern ein und ist damit dreimal kleiner als Lankwitz.

 

Lebensweise der Bevölkerung:

 

Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte ergeben sich viele Probleme für die Einwohner von Kibera. Die meisten Bewohner Kiberas wohnen in Wellblechhütten, mit durchgeweichtem Lehmboden und ohne Toilette. Nur etwa 20% haben Zugang zu Elektrizität. Das Wasser wurde lange Zeit aus dem Nairobi Damm entnommen, der verunreinigt war und viele Krankheiten wie Cholera verursachte. Aber auch für seine hohe Kriminalitätsrate ist Kibera bekannt. Über 80% der Einwohner des Slums sind arbeitslos und über 50% an Malaria erkrankt. Nur ein kleiner Teil der Einwohner haben eine Arbeit, die häufig ungebildete und schlecht bezahlte Arbeiten sind. Die meisten Einwohner Kiberas agieren als Händler und bieten dort ihre Produkte oder auch ihr persönliches Können zum Verkauf an. Dabei müssen sich die Kiberaner jeden Tag anstrengen, um ihre täglichen Bedürfnisse zu stillen, denn durchschnittlich kommt jeder Kiberaner auf gerade mal 1 Dollar pro Tag. Das Problem sind die unzureichenden Bildungseinrichtungen, die häufig informell sind und damit nicht von der Regulierung der Regierung gesteuert und unterstützt werden. Gewöhnlicher Weise sind die Schulen nur provisorisch umfunktioniert worden und hatten davor einen ganz anderen Zweck erfüllt.  Deshalb ist es umso wichtiger, dass in Kibera alle Produkte und Lebensmittel sehr günstig sind, damit die Einwohner ihre Familien und sich selbst ernähren können. Allerdings bieten die kiberanischen Händler nicht nur Kleidung und Lebensmittel an, es gibt ebenso Händler mit der neuesten Elektronik und ebenso hochwertigen Produkten. Auch Smartphones sind dabei in Kibera überall vorhanden. Viele Medien erwähnen ebenso, dass 80% HIV infiziert wären, doch ein Bewohner des Slums erzählt, dass die HIV Rate meist viel düsterer dargestellt wird, als sie eigentlich ist, denn die tatsächliche Erkrankungsrate soll in Kibera doch nur 20% statt 80% betragen. Weil der Gebrauch von Kondomen nur sehr wenig verbreitet ist, sind von den 16 bis 25 jährigen Frauen in Kibera 50% schwanger. Da diese Schwangerschaften häufig ungewollt sind, kommt es häufig, aufgrund der schlechten Hygiene und medizinischen Versorgung, zu einer riskanten Abtreibung.  Das Leben in Kibera ist jedoch deshalb so problematisch, da die Umwelt unter der extrem dichten Besiedlung leidet. Das größte Problem ist der Müll, denn eine wirkliche Müllentsorgung gibt es dort nicht, weswegen haufenweise Müllberge in dem Slum vorzufinden sind. Viele Krankheiten sind nur deswegen so weit verbreitet, da Kibera verschmutzt mit menschlichem Abfall und Kot ist. Außerdem besitzen die meisten Bewohner kein fließendes Wasser und müssen es bei einer zentralen Wasserstelle in Kanister fühlen. Zudem ist es keine Seltenheit, dass eine ganze Familie in einem Raum zurechtkommen muss und die Kinder auf dem Boden schlafen müssen.

 

Hilfsprojekte und Versorgung in Kibera:

 

Das UN Habitat hat in der Nähe von Kibera ihren Hauptsitz. Nach Schätzungen wurden schon 500.000€ in Kibera investiert. Was sich nach europäischemStandart nach nicht viel anhört, kann für die armen Menschen vor Ort einen großen Unterschied machen. So wurden anstelle der Latrinen, wobei eine für bis zu 10.000 Personen reichen musste, einfache Toiletten mit 3-Kammer Klärgruben aufgestellt, die das Abfallproblem außerdem noch gelöst haben. Zudem wurde den Menschen gezeigt, wie sie aus Bioabfall Dünger machen können, um so eine unfruchtbares Savannengebiet zu fruchtbaren landwirtschaftlichem Gebiet zu machen. So entstand ein kleiner Kreislauf, wo die Bewohner ihren Abfall gegen Gemüse und Tierprodukte eintauschen können. Hinzu kommt, dass den Menschen erklärt wurde, wie sie ihren Plastikmüll zerkleinern, diesen mit Erde und Zement vermischen können, um Baumaterial zu gewinnen. Nachdem die Abfallproblematik zum großen Teil gelöst wurde und der Nairobi Damm nicht mehr mit Fäkalien und Müll verschmutzt wurde. Fand eine große Säuberungsaktion statt, sodass das Wasser wieder zum Wässern von Feldern geeignet ist. Das Trinkwasser erreicht die Einwohner über zwei Pipelines, wo das Wasser für einen kleinen Beitrag zu erwerben ist.

 

Die getanen Schritte sind zum Großteil gelungen und machen Hoffnung für die Zukunft. Jedoch profitiert nicht immer jeder Einwohner von den Hilfsprojekten. Die Projekte verbessern die Lebensumstände für die Bevölkerung deutlich, jedoch sollte bei folgenden Projekten an die Zukunft gedacht werden und vielleicht die Bildung und die Arbeitsrate erhöht werden.

 

 

Die dichte Besiedlung fügt besonders der Umwelt Schaden zu

 

 von Xavier Neumann und Lars Natusch

 

 

 

 

 

https://kwerfeldein.de/2016/10/06/marcel-kolacek-boxen-kibera/

 

https://www.tagesspiegel.de/politik/ueberleben-in-afrika-die-meisten-kinder-im-slum-sind-stark/10295390.html

 

https://www.amnesty.de/mit-menschenrechten-gegen-armut/wohnen-in-wuerde/auf-engstem-raum

 

http://www.zeit.de/digital/internet/2010-12/kibera-openstreetmap

 

https://www.emiko.de/blog/hilfsprojekt-fur-kibera-kenias-grosten-slum/

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Kibera

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kibera

 

http://www.kibera.org.uk/facts-info/

 

Afrika, Bildung von Frauen im Vergleich

Wir haben uns mit drei geografisch sehr unterschiedlich liegenden Ländern im Bezug auf die Bildung und Frauen beschäftigt. Genauer Untersucht haben wir das ganz im Norden liegende Marokko, In Zentralafrika Kongo und im Süden Südafrika.

 

Königreich Marokko, ist ein Staat im Nordwesten Afrikas. Die Hauptstadt des Landes ist Rabat. Derzeit leben ca. 35 000 000 Menschen dort. Das Land ist mit etwa 460 000 qkm knapp ein Viertel größer als Deutschland.

 

Das marokkanische Schulwesen ist in drei Zweige unterteilt. Es gibt einmal die moderne Bildung nach französischem Vorbild, die technische und berufliche Bildung und die religiöse Bildung.

Vor und während des französischen Protektorats (1912-1956) hatten die meisten marokkanischen Kinder nur die Möglichkeit eine Koranschule zu besuchen, dadurch war der Zugang zum modernen französischen Bildungssystem weitgehend versperrt. Daraus resultierte eine extrem hohe Zahl der Analphabeten, wobei Mädchen und Frauen  sogar doppelt so stark betroffen waren wie Männer.

 

Das lag unter anderem daran, dass Mädchen sowohl zu den Koranschulen, in denen die Jungen die Suren des Korans lesen und schreiben lernten, als auch zur  Karaouine-Universität von Fez, der marokkanischen Stätte höherer Bildung (eng mit Theologie verknüpft), keinen Zutritt hatten.

Frauen in der Unabhängigkeitspartei, dem Istiqlal, bemühten sich jedoch um die Hebung der Frauenbildung und erreichten zwischen 1944 und 1952 aufgrund wiederholter Vorstöße die Einführung der höheren Schulbildung für Mädchen in den Staatsschulen, die Gründung einer weiblichen Abteilung an der Karaouine-Universität in Fez und die Verbesserung des Lehrplanes in den wenigen Collèges für junge Mädchen.

Der Istiqlal selbst gründete zahlreiche Schulen im ganzen Lande.

Erst nach der Unabhängigkeit Marokkos 1956 erhielten alle Kinder theoretisch das Recht auf kostenlose öffentliche Schulbildung, worau  im selben Jahr eine Welle des Bildungsstrebens in ganz Marokko einsetzte. Bis tief in den saharischen Süden hinein findet man jetzt überall Schulen, wo Mädchen in gemischten Klassen mit Jungs zusammen unterrichtet werden.

 

Doch eine allgemeine Schulpflicht gibt es erst seit 1963 für sowohl Mädchen und Jungen von 7 bis 13 Jahren. Dies wurde im Jahr 2002 auf 6 bis 15 Jahren erweitert. Trotzdessen ist die Schulabbrechquote  nach wie vor sehr hoch. Weniger als 15 Prozent eines Jahrgangs erreichen das Abitur, was im Vergleich zu Deutschland halb so viele sind.

 

Ende der 1990er Jahre waren rund 50 Prozent der gesamten Bevölkerung immer noch Analphabeten. Heute sind es schätzungsweise 40 Prozent. Aus diesen genannten Punkten fokusiert man sich heutzutage vor allem auf die Qualität der Bildung, Governance und Chancengleichheit, um die Zahl der Analphabeten so niedrig wie möglich zu halten.

 

Die Arbeit der Unabhängigkeitspartei hat auch vor allem das Ziel, aus der Frau eine Staatsbürgerin zu machen. Auch eine Reihe von Frauenclubs beschäftigt sich mit der Betreuung und Bildung von Frauen und Mädchen.

 

In der Demokratische Republik Kongo in Zentralafrika leben rund 82 Millionen Menschen. Die Hauptstadt von Kongo ist Kinshasa. Kongo zeichnet sich durch eine junge Bevölkerung aus. Knapp die Hälfte der Bevölkerung (47,5 %) ist weniger als 15 Jahre alt, 50 % sind zwischen 15 und 64 Jahre alt und 2,5 % haben das Alter von 65 und mehr Jahren.

Eigentlich kann man sagen, dass die Demokratische Republik Kongo reich ist. Sie verfügen über viele Rohstoffe, große Süßwasserreserven und riesige tropische Regenwälder. Jahrzehnte der Kolonial herrschaftlichen Ausbeutung und der Diktatur, sowie darauf folgende Kriege haben das Land arm gemacht. Kongo findet sich auf Platz 176 von 188 aufgelisteten Staaten des Indexes der menschlichen Entwicklung. Die Kriege tragen ebenfalls zu einer schlechten Bildung in Kongo bei. Viele Frauen und Mädchen werden in Folge des Krieges Vergewaltigt oder Opfer häuslicher Gewalt. Die Mädchen werden auf weiten Schulwegen Opfer sexueller Gewalt, weshalb viele Eltern ihre Kinder zu Hause behalten, um sie davor zu schützen. Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt werden, leiden nicht nur unter den Traumatisierungen. Sie werden aus der Familie verstoßen und gesellschaftlich ausgegrenzt, wodurch ihre Chance auf Bildung weiter gesenkt wird.

Rund 36,2 % der Männer und nur 10,7 % der Frauen verfügen über einen Schulabschluss. Die Entwicklungschancen sind für Mädchen deutlich schlechter als für Jungen. Das liegt ebenfalls daran, dass die Frauen oft nur auf ihre Rolle als Mutter reduziert werden und das wenige Geld, welches eine Familie besitzt eher in die Bildung für den Sohn oder die Söhne investiert wird, als in die Bildung der Mädchen. Die meisten Mädchen und Frauen sind nur wertvoll, wenn sie Kinder bekommen und sich um diese kümmern. Viele Menschen sehen es also gar nicht ein, dass die Frauen zur Schule gehen und etwas lernen. Um dies zu ändern müsste man die Denkweise der Menschen ändern und ihnen klar machen, wie wichtig Bildung für beide Geschlechter ist. Aber nur nicht da liegt das Problem. Es gibt viel zu wenig Schulen und Plätze für die hohe Anzahl an Kindern.

Es setzen sich viele Organisationen für den Bau von Schulen und sicheren Wege ein, wie zum Beispiel die Stiftung Sternenstaub, welche zusammen mit der Hilfsorganisation AISHP eine Schule in Kongo bauen. Sie bauen eine Gesamtschule in Beni, im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die Schule biete ca. 600 Kindern einen Platz zum lernen. Neben mehreren Klassenräumen, einer Bibliothek und einem Kunstraum gibt es auch einen Sportplatz. Auch wenn die Gesetze des Landes eine Geschlechtergerechtigkeit beinhalten, ist man noch weit von einer gerechten Situation in vielen Bereichen, die nicht nur Bildung beinhalten, entfernt.

 

Der ganz im Süden Afrikas liegende Staat Südafrika, ist der am weitesten entwickelte Wirtschaftsraum des Kontinents, trotz dessen existiert nach wie vor ein großes Wohlstandsgefälle, 2004 lebten etwa 770.000 afrikanische Frauenhaushalte in chronischer Armut.

Seit 1996 steht die Geschlechtergleichstellung in der südafrikanischen Verfassung, ein großer Meilenstein wurde erreicht. Die Bildung für Frauen hat sich mit den Jahren verbessert, trotzdem ist es für viele Eltern zu kostspielig ihren Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Gute Schulen in Südafrika kosten bis zu 6000 südafrikanische Rand pro Kind und Quartal, was ca. 500 Euro entspricht. Die Kostenfrage ist ein entscheidender Faktor dafür, dass heutzutage noch immer 16% der Frauen in Südafrika weder lesen noch schreiben können.  Der Anteil an männlichen Analphabeten ist mit 14% jedoch nicht wesentlich geringer. Doch trotzdem sind ca. 84 % der Frauen gebildet und die Tendenz ist stark steigend.

Insgesamt lässt sich allerdings sagen, dass die Quote der Analphabeten relativ niedrig im Vergleich zu anderen Staaten ist. Das Bildungssystem ist nach britischem Vorbild geprägt, doch teilweise gibt es noch überfüllte Klassen mit ca. 80-90 Kindern und landesweit fehlen noch immer ca. 1000 Schulen, damit alle Kinder zur Schule gehen könnten. Vor allem auf dem Land ist Machismo weit verbreitet und eine Frau mit vielen Kindern ist begehrenswerter als eine mit Hochschulstudium. Vor allem in Großstädten lebende Frauen orientieren sich an Zukunftsorientierungen. Generell haben Frauen weiterhin mit vielen Unterdrückungsproblemen zu kämpfen, was sie auch von Bildungseinrichtungen abhält. Nur ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass es nach Polizeistatistiken zu ca. 3.600 Vergewaltigungen pro Tag kommt.

Fakt ist, wenn ein Mädchen aus einem Entwicklungsland sieben Jahre oder länger zur Schule geht, heiratet sie im Schnitt vier Jahre später und hat 2 Kinder weniger, als ein Mädchen, welches weniger Jahre die Schule besucht. Das hätte große Auswirkungen auf die Wirtschaft und auch auf die Armut des Landes. Dadurch dass Frauenbewegungen immer populärer werden und immer mehr Frauen anfangen sich gegen die Geschlechterrollen zu wehren, sollten sich die Umstände für Mädchen im Bereich der Bildung, allerdings zukünftig bessern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Länder Südafrika und Marokko auf einem guten Weg sind, die Bildung der Frau zu verbessern bzw. die Zahl der Analphabeten, vor allem bei Frauen, so gering wie möglich zu halten. In Kongo ist diese Entwicklung jedoch im Vergleich zu den anderen Ländern noch nicht so fortgeschritten, was sich auf die schlechte politische, soziale und wirtschaftliche Lage zurückführen lässt.

Von Houda, Alina und Lucie

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Kommentare: 15
  • #1

    Lars (Montag, 11 Dezember 2017)

    Mir gefällt, dass ihr versucht habt eure Recherche mit räumlich auseinander liegenden Ländern durchzuführen, um ein repräsentatives Ergebnis für den ganzen Kontinent Afrika zu erhalten. Mit der Einleitung und dem kleinen Fazit, ist es eine gelungene Analyse.

  • #2

    Nicola (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:12)

    Sehr interessante Analyse. Mir gefällt, dass ihr über drei verschiedene Länder geschrieben habt.

  • #3

    Maggie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:16)

    Ich finde euren Eintrag sehr informativ. Auch der Vergleich von verschiedenen Ländern war sehr passend gewählt. Insgesamt ein interessanter Beitrag. :)

  • #4

    Lena (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:17)

    Es ist schön, dass ihr eure Recherche auf den ganzen Kontinent verteilt habt und somit ein anschauliches Bild über die Bildung der Frauen geben konntet.

  • #5

    Onur (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:18)

    Es wurde ein weitreichendes Spektrum an Ländern analysiert und dazu war der Inhalt sehr informativ, jedoch auf kleine Rechtschreibfehler achten. Hat mir gut gefallen.

  • #6

    Bennit, Anita, Adrian (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:18)

    Der Artikel ist sehr interessant und spannend verfasst.
    Man kann aus den einzelnen Abschnitten sehr genau die Intention verstehen .
    Die Vergleiche, die ihr aufgelistet habt sind zudem auch sehr konkret und detailliert verfasst.. :)
    Alles in allem ein sehr guter Artikel. Sehr flüssig zu lesen und man kann viel mitnehmen.

  • #7

    Katja (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:20)

    Euer Artikel ist wirklich interessant und vergegenwärtigt uns , wie viel Glück wir mit unserem Schulsystem haben. Mich haben besonders die Unterschiede der Bildungssysteme überrascht.
    Der Eintrag hat, meiner Meinung nach, genau die richtige Länge und bringt die wichtigsten Merkmale prägnant auf den Punkt

  • #8

    Tamina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:20)

    Ich finde, dass der Text euch gelungen ist. Es ist sehr gut, dass ihr drei Länder miteinander verglichen habt und zu jedem Land den genauen Verlauf und die Ursachen erläutert habt. Außerdem wird durch die vielen Zahlen und Informationen das Thema klar veranschaulicht und man bekommt einen guten Überblick über die Thematik.

  • #9

    Fabian (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:22)

    Trotz einiger Unklarheiten, die beim lesen auftreten, ein sehr gelungener Text, über ein sowohl wichtiges als auch interessantes Thema. Auch gefällt mir, dass ihr viele Fakten habt, obwohl eine Quellenangabe nett gewesen wäre.

  • #10

    Xavier (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:24)

    Ich finde euren Artikel sehr informativ und interessant. Außerdem finde ich es sehr gut, dass ihr eine gut ausgeprägte Recherche betrieben habt und dass ihr viele Länder dabei betrachtet.

    L.G. Xavier

  • #11

    Inga (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:32)

    Ich finde ihr habt einen sehr guten Überblick über die Bildung von Frauen geschaffen und den Leser gut an das Thema herangeführt. Der Vergleich zwischen den Ländern ist euch sehr gelungen - insgesamt ein sehr interessanter Artikel!

  • #12

    Justus (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:33)

    Wichtiges Thema und meiner Meinung nach eine sehr informative Darstellung.

  • #13

    Sabrina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:07)

    Sehr informatives Ergebnis mit treffendem Fazit und sehr ausführlich beschrieben. Der Vergleich zwischen den Ländern und auch zu Deutschland ist sehr gut gelungen. Vielleicht hätte ich noch ein paar Veranschaulichungen hinzugefügt.

  • #14

    Emilia (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:07)

    Sehr interessante Artikel, der auch ein sehr interessantes Thema behandelt, gut war auch, dass ihr verschiedene Länder verglichen habt.

  • #15

    Hugo (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:09)

    Sehr schön, dass ihr auf Länder des ganzen Kontinets eingegangen seit. Darüber hinaus habt ihr sehr informativ und mitreißend geschrieben. Schöner Artikel!



Rolle der Frau in Ghana

Historisches Frauenbild

Zur Zeit der Volksstämme in Afrika galten Frauen als etwas Besonderes und wurden verehrt. Nach den alten Mythen schufen die Geister die Frau und teilten all ihre Geheimnisse mit ihnen. Frauen hatten die Fähigkeit, Feuer zu finden und es regnen zu lassen. Sie waren empfindlich gegenüber der spirituellen Welt und leiteten deshalb ihre Familie spirituell.

 

In den meisten Clans hatten Frauen eine führende und wichtige Position. In den Stämmen gab es Frauen- und Männerversammlungen, wobei männliche Fähigkeiten, wie z.B. Stärke und weibliche Fähigkeiten, wie Einfühlungsvermögen zum Wohle des gesamten Stammes genutzt wurden. Es gab ein Gleichgewicht in der Autorität von Mann und Frau, auch in der Familie. Die Frau brachte die Kinder auf die Welt, umsorgte und versorgte sie beispielsweise mit Essen. Der Mann galt als Vorbild- und Respektsperson und war für den Schutz der Familie zuständig.

Frau und Mann waren gleichberechtigte Partner. Frauen waren nicht das Eigentum vom Mann, sie fühlten sich vor allem durch die Mythen ihrer Kultur selbstbewusst genug sich auch nicht so behandeln zu lassen. Die Männer wussten, sie hatten nur Vorteile,wenn sie ihre Frau gut behandelten, da sie ihm dann viele gesunde Kinder schenken konnte, was damals die Existenzsicherung für Eltern bedeutete. Es galt, je mehr Kinder die Frau gebar, desto höher angesehen war sie. Dadurch ergab sich leider auch die Kehrseite, dass Frauen, die keine Kinder gebären konnten aus der Gesellschaft ausgeschlossen und verachtet wurden.

In Ghana gibt es auch eine mutterrechtliche Geschichte. Hierbei ging die Thronfolge von der ältesten Schwester des Königs aus, sie ernannteden neuen König. Das älteste weibliche Familienmitglied der Königsfamilie hieß Ohema. Die Ohema war meistens die Mutter des Königs. Ihr Machtbereich beinhaltete Heirat, Geburt, Erziehung, Ehebruch und Scheidung. Sie war die einzige, die den König beraten, führen und kritisieren durfte und vertrat den König, wenn dieser außer Landes war.

Zur Zeit der Kolonialisierung und des Sklavenhandels drangen dann europäische Staaten in das bisher unberührte Afrika ein und vernichteten viele der ansässigen Stammeskulturen. Die Europäer brachten Waffen und versklavten die Bevölkerung. Zusätzlich brachten die aber auch ihre Kultur, das Christentum. Die Christianisierung begann und Missionare predigten das Evangelium überall. Schulen und Kirchen wurden gebaut und Kinder nach europäischen Regeln gelehrt und erzogen. Viele Traditionen der Ureinwohner verschwanden und wurden durch die neue Kultur der Europäer ersetzt.

Dadurch änderte sich auch die Rolle der Frau drastisch. Die Frauen verloren ihren Respekt und unabhängige Autorität. Das Bild der Frau in Europa passte nicht zu den afrikanischen Stämmen, wurde aber trotzdem in die Köpfe gezwungen. Nicht nur die Männer wurden zu Arbeitern versklavt, auch die Frauen wurden zu Sklaven, Sklaven ihres Ehemanns, denn manchen Männern gefiel es der Frau übergestellt zu sein. Zusätzlich erlangte der Mann, durch die kapitalistische Plantagenwirtschaft, als Verdiener eine bessere gesellschaftliche Stellung. Viele der Bereiche der Subsahara waren zudem noch Islamisch beeinflusst, wodurch Polygamie Einzug erhielt. Die Frau durfte nicht ohne die Erlaubnis des Mannes das Haus verlassen, sie waren abhängig von seinem Wohlwollen und ohne jeglichen Besitz.

 

Rolle der Frau in Deutschland

Auch die Rolle der Frau in Deutschland hat eine lange Geschichte. Der Frau wurde ein „natürlicher Geschlechtercharakter“ zugeteilt, das heißt sie bekamen die Rolle der Ehefrau und wurden nicht als mündig angesehen eigene Entscheidungen zu treffen, sodass sie eine durch den Vater, Bruder oder Ehemann ausgeübte Geschlechtsvormundschaft benötigten. Die Männer durften also über die Frauen entscheiden. Wenn eine Frau beispielsweise arbeiten gehen wollte, musste der Ehemann, der Bruder oder der Vater ihr eine Genehmigung erteilen. Außerdem war die politische Beteiligung von Frauen verboten.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts durften Mädchen noch immer nicht auf öffentliche Schulen gehen, da dieses Privileg nur Jungen vorbehalten war. Frauen sollten sich auf die Ehe vorbereiten und Handwerkarbeiten wie Stricken und Kochen lernen.

Helene Lange, eine Lehrerin, wollte an der misslichen Lage der Bildungsmöglichkeiten für Mädchen etwas ändern und gründete dazu einen Verein der Kurse für Frauen anbot und generell für ihre Rechte kämpfte. Der Verein hatte Erfolg, da 1908 das Mädchenschulsystem bereits zum ersten Mal ins staatliche Handeln integriert wurde, die politische Sonderstellung von Frauen wurde aufgehoben und auch Frauen durften Mitglieder in politischen Parteien werden.

Da Frauen aber zudem noch als vermindert intelligent wahrgenommen wurden, durften sie bis 1918 auch nicht wählen gehen.

Durch die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler bekam die Frauenrechtsbewegung einen großen Rückschlag, da dieser der Meinung war, Frauen sollten möglichst nur gebären und sich einem Mann unterordnen. Die Frauen wurden nach dem Machtantritt aus Berufen gedrängt und bekamen ihr passives Wahlrecht abgesprochen. Nach dem Gesetz konnte der Ehemann seine Frau zwingen ihren Beruf aufzugeben und Frauen, die arbeiteten, konnten dies nur durch die Erlaubnis ihres Ehemanns tun. Nach dem Krieg mussten Frauen durch den großen Männermangel die Kriegsverwüstungen beseitigen und erhoben einen Anspruch auf Gleichberechtigung mit Männern. 1949 wurde dann im Grundgesetz der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ verankert und stellt einen großen Erfolg bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau dar. Nach und nach bekamen Frauen mehr Rechte zugesprochen, wie Beispielsweise den gleichen Lohn wie Männer (1980) oder die Erlaubnis zur Bundeswehr zu gehen (1975). Bis 1977 brauchten die Frauen aber immer noch die Erlaubnis ihres Ehemanns um arbeiten zu gehen. Und auch wenn vieles durch Frauenrechtsbewegungen gesetzlich erreicht wurde, gibt es in der Realität immer noch große Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland, wie beispielsweise der Lohn, der noch immer nicht gleich ist. 

 

Weg zur Gleichberechtigung in Ghana

Heutzutage sind Frauen und Mädchen in leider immer noch stärker von Armutund Gewalt betroffen. Auch die Analphabetenquote ist unter Frauen immer noch höher, als unter Männern. Um dies zu ändern muss über diese Themen gesprochen werden. Doch die ungleiche Behandlung der Geschlechter in Ghana ist ein Thema, über das nicht geredet wird. Um das zu ändern gibt es diverse Gesetze und auch Organisationen.

Seit 1992 ist im ghanaischen Gesetzbuch die Gleichstellung von Mann und Frau festgelegt. Das Gesetz hat allerdings nur eine formelle Bedeutung. In der Realität, so beklagt die Ministerin für Angelegenheiten von Frauen und Kindern, hätte es aber nur eine geringe Wirkung erzielt.
Aus diesem Grund hat sich die Nichtregierungsorganisation FIDA-Ghana gegründet. Sie ist eine Zweigstelle der International Federationof Women Lawyers und verurteilt die unterschiedliche Rechtsprechung der Geschlechter und vertritt Frauen vor Gericht. Die wichtigste Arbeit der FIDA-Ghana ist allerdings die Aufklärung der Frauen über ihre Rechte. Denn nur durch Aufklärung und Bildung kann erreicht werden, dass die Gleichberechtigung auf lange Sicht in der Bevölkerung verankert bleibt und sich noch weiter verbessert. Auch die katholische Kirche unterstützt die Organisation in dieser Hinsicht. Mit Radio- und Fernsehbeiträgen und Veranstaltungen in Schulen soll die Aufmerksamkeit aller Menschen auf das wichtige Thema der Gleichberechtigung gelenkt werden. Vor allem die Aufklärung in Schulen ist wichtig, um Kinder schon frühzeitig zu sensibilisieren.

Doch auch die Regierung hat weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Ungleichberechtigung der Frau unternommen. So gibt es beispielsweise seit 2001 das Ministry of Women and Children´s Affairs, welches sich mit dem Wohlergehen von Frauen und Kindern beschäftigt. Vor allem der Einsatz gegen Missbrauch, Ehe von Minderjährigen, Zwangsehen und Inzest zeichnet das Ministerium aus.
2003 wurde ebenfalls das Maputo-Protokoll beschlossen, welches dann zwei Jahre später in Kraft trat. Auch Ghana hat das Protokoll unterzeichnet, welches das Frauenbild stärkt und schützt. Es gewährleistet Frauen beispielsweise die gleichen Land- und Besitzrechte wie Männer. Dieser Artikel ist besonders wichtig, da der Landbesitz den Frauen finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht.

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist also schon in der Verfassung von Ghana verankert und es gibt diverse, auch nicht staatliche Organisation, die ihre Aufgabe in der Stärkung des Bewusstseins der Bevölkerung für die Gleichstellung der Geschlechter sehen. Diese Projekte haben immer mehr Erfolg, auch in anderen Ländern.

 

Reflexion

Abschließend ist festzuhalten, dass Männer und Frauen prinzipiell gleichgestellt sind.
Damit das Gesetz von 1992, welches die Gleichberechtigung in der ghanaischen Verfassung verankert, nicht nur formal eine Bedeutung hat, gibt es zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, die das ändern möchten. Denn Bildung und Aufklärung sind die wichtigsten Mittel, um Normen nachhaltig in einer Gesellschaft zu ändern. Die Bevölkerung hilft sich sozusagen selbst.

Dieses Phänomen haben wir auch am 23. November kennengelernt. An diesem Tag waren wir im BMZ und haben zusätzlich zu der Vorstellung des Ministeriums und der Arbeit dort, noch die Chance gehabt der Vorstellung der Organisation „Terre des femmes“ zuzuhören. Auch die Gründerin der Partnerorganisation BangrNooma, RakiétaPoyga hat von ihrer Arbeit in ihrem Heimatland Burkina Faso berichtet. Dort klärt sie die Einwohner der verschiedenen Königreiche über die seit 1996 verbotene Genitalverstümmelung auf – mit Erfolg.

Die Arbeit der Frauenrechtsaktivistin in Burkina Faso ist ein positives Beispiel für die Verbesserung der Lebensbedingungen durch nichtstaatliche Organisationen. Auch Ghana ist auf einem sehr guten Weg die Gleichstellung von Mann und Frau völlig zu normalisieren.

Die Beschäftigung mit diesem wichtigen Thema hat uns wieder einmal gezeigt, welche Vorurteile man gegenüber Afrika hat. Es ist wichtig sich mit diesen zu beschäftigen, da die meisten Vorstellungen gar nicht mehr oder nur noch teilweise zutreffen. Sehr überrascht hat uns, dass die Frauen in Afrika vor der Kolonialisierung so einen hohen Stellenwert hatten und die europäischen Siedler ihre rückständige Denkweise mitbrachten. Man kann sehr viel aus dieser historischen Entwicklung lernen. Beispielsweise sollte man unterschiedliche Kulturen studieren und versuchen sie zu verstehen, anstatt sie zu verurteilen und die eigene Denkweise aufzudrängen.
Bemerkenswert fanden wir dahingegen, dass sich heutzutage Nichtregierungsorganisationen für die veränderte Denkweise kämpfen. Das zeigt, dass die Menschen sich selbst helfen können und nicht immer auf fremde Hilfe angewiesen sind. Außerdem ist die Bildung und Aufklärung durch einheimische Personen meistens effektiver, da dadurch mehr Menschen darauf aufmerksam werden, wie uns Rakiéta Poyga mitteilte.
 

 

 

Wenn ihr noch mehr über das Thema erfahren möchtet, besucht doch gerne diese Seiten:

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Ghana/frauen.html

http://gesichter-afrikas.de/gender.html

http://www.womafrika.de/Stellung_der_Frau.html

http://www.bpb.de/gesellschaft/gender/frauenbewegung/35252/wie-alles-begann-frauen-um-1800

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/sternstunde-ihres-lebens/specials/chronik-emanzipation-100.html

 

 

Wie ist das bei euch?

 

Könnt ihr euch jetzt schon in solchen Organisationen engagieren? Oder gibt es möglicherweise so etwas wie Clubs oder Arbeitsgemeinschaften an euerer Schule, in denen ihr auch etwas verändert?

- Von Emilia & Katja

 

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Kommentare: 16
  • #1

    Lucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:02)

    ich finde es sehr gut wie ausführlich und interessant ihr euren Artikel formuliert habt. Außerdem gefällt es mir sehr gut, dass ihr zusätzlich noch Fragen gestellt habt.

  • #2

    Sabrina und Thariga (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:17)

    Der Vergleich zu Deutschland ist gut zur Veranschaulichung. Außerdem ist alles sehr gut beschrieben und das Fazit sehr treffend.

  • #3

    Lena (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:26)

    Ich finde es gut, dass ihr die Vergleiche der Frau dargestellt habt. Es war sehr ausführlich, wodurch man einen sehr guten Einblick in die Rolle der Frau bekommen hat.

  • #4

    LLucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:26)

    zudem gefällt mir gut, dass ihr die Rolle der Frau in Deutschland und Ghana verglichen habt. Ich finde das Thema Gleichberechtigung sehr wichtig und finde es gut das ihr diese Thema so ausführlich behandelt habt.

  • #5

    Maggie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:29)

    Ich finde ihr habt ein sehr interessantes und wichtiges Thema gewählt, welches viele Menschen betrifft. Auch eure Gliederung des Textes mit dem Vergleich zu Deutschland gefällt mir gut.!

  • #6

    Nicola (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:29)

    Sehr gelungene Arbeit. Ich mag die Einleitung zu eurem Text sehr, da sie das Interesse des Lesers weckt. Außerdem finde ich es gut, dass ihr das historische Frauenbild der Rolle der Frau in Deutschland gegenüber gestellt habt. Der Teil eures Texts zum Weg zur Gleichberechtigung in Ghana ist ebenfalls sehr interessant. Ich finde es gut, dass ihr eure Arbeit reflektiert habt.

  • #7

    Adrian (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:30)

    Ein gut gelungener Artikel. Vor allem eure Reflexion war sehr gut gelungen und der Vergleich sehr detailreich.

  • #8

    Alina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:31)

    Ich finde an eurem Beitrag sehr gut, dass ihr eine umfangreiche und sehr informative Reflexion geschrieben habt.Insgesamt ist euer Artikel sehr ausfürlich und informativ.

  • #9

    Bennit (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:32)

    Der Beitrag ist sehr gelungen und ich finde es sehr gut, dass ihr euch sowohl auf den historischen Kontext bezogen habt, aber auch auf die momentane Situation eingegangen seid:)

  • #10

    maya (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:35)

    Ihr habt ein interessantes Thema gewähltund dieses gut ausgearbeitet.

  • #11

    Houda (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:37)

    Sehr ansprechender Beitrag. Mir gefällt die Strukturierung eures Textes sehr, vor allem bei der Reflexion habt ihr das Thema ausführlich zusammengefasst und gezielte Zusammenhänge zu historischen Ereignissen und der jetzigen Lage erschlossen.

  • #12

    Justus (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:39)

    Ein sehr angenehm zu lesender Artikel. Der Vergleich zwischen Deutschland und Ghana ist sehr gut gewählt und die Reflexion am Ende gibt noch einmal eine gute Zusammenfassung.

  • #13

    Hugo (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:40)

    Eine wirklich fesselnde Einleitung die zum lesen anregt. Schön, dass diese Ansicht während des lesens nicht verloren geht.

  • #14

    Inga (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:42)

    Mir gefällt, dass ihr einen zeitlichen Ablauf in eurem Artikel habt, wodurch man dem Thema zur Rolle der Frau in Ghana sehr gut folgen kann. Außerdem war es eine gute Idee in eurer Reflexion auf unsere Exkursion in das BMZ einzugehen und die Fragen an den Leser am Ende regen noch einmal sehr zum Nachdenken an. Sehr gelungener Beitrag!

  • #15

    Tamina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:46)

    Der Text gefällt mit gut, weil durch eure Ausarbeitung die Thematik klar erläutert wird. Außerdem ist euch die Verbindung des historischen Hintergrundes, des Frauenbildes in Deutschland und der Weg zur Gleichberechtigung gelungen. Der Verlauf, der Umbruch und die Maßnahmen zur Verbesserung wurden klar und verständlich dargestellt. Zudem ist es auch gut, dass ihr die Unterschiede und die Veränderung zwischen den Männern und den Frauen herausgearbeitet habt. die Reflexion fasst die Texte nochmal verständlich zusammen, so dass man gut über das Thema bescheid weiß.
    ihr hättet jedoch noch mehr zu dem Frauenbild heute schreiben können, damit dies nochmal klarer wird. Außerdem könntet ihr die Satzübergänge fließender gestalten.
    Alles in allem war der Text trotzdem informativ und interessant.

  • #16

    Anita (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:57)

    Ein sehr gelungener, mit vielen neuen interessanten Informationen, formulierter Beitrag. Besonders gelungen, fand ich den Bezug zu unserer Exkursion ins BMZ.


Marshallplan mit Afrika

Marshallplan mit Afrika –
was ist neu am neuen Afrika-Konzept des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung?

 

 

Der „Marshallplan mit Afrika“ wurde im Herbst 2016 im Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit entworfen und von Bundesminister Gerd Müller vor afrikanischen Botschafterinnen und Botschaftern in Deutschland am 24.11.2016 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Vom Begriff her knüpft er an den Marshallplan für Europa an. Dieser war ein von den USA initiiertes Wirtschaftsprogramm, welches am 05.06.1947 von George C. Marshall (US Außenminister) vorgeschlagen wurde. Der Plan sollte den Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg ermöglichen. Bekannt ist der Marshall Plan auch als European Recovery Programm (ECP).

 

Der Plan war die Grundlage der Hilfelieferung von den USA an Europa. Er sollte den wirtschaftlich am Boden liegenden Nationen in Europa helfen und den Einwohnern ein wieder menschenwürdiges Leben ermöglichen. Ein weiteres Ziel des Plans war die Eindämmung des Kommunismus (Containment Politik).

 

Die Unterstützung von den USA an Europa lief bis 1951 und umfasste ca. 13 Milliarden Dollar. Sie wurde in Form von Krediten, Lebensmittelhilfen und Rohstoffen gewährt. Allein 1,6 Milliarden Dollar gingen an West-Deutschland.

 

Die USA wollten auch den osteuropäischen Ländern helfen. Jedoch lehnten diese aufgrund des starken Drucks der UdSSR ab.

 

Mit dem Marshall Plan wurde die Grundlage für den Handel zwischen den USA und Europa geschaffen. Durch den Marshall Plan ging es in den westlichen Ländern wieder schnell aufwärts. Durch die Hilfe wurde die Wirtschaft in einigen Ländern sogar stärker als vor den Kriegsjahren. Mit der Hilfe des Marshall Plans konnten die USA wieder in zahlreiche europäische Länder exportieren, was ein voller Erfolg war.

 

Das wichtigste ist jedoch, dass der Marshall Plan die Basis für die europäische Einigung und somit zur Entwicklung der Europäischen Union darstellt.

 

Der Begriff „Marshallplan mit Afrika“ wurde gewählt, um die Dimension der Aufgabe deutlich zu machen, auf neue Art und Weise mit Afrika zusammenzuarbeiten.

  

Der Marshallplan ist ein Konzept für eine Neuausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik mit dem afrikanischen Kontinent. Er beginnt mit der Feststellung, dass die großen Herausforderungen, vor denen wir alle – nicht nur Afrika – stehen, nur gemeinsam bewältigt werden können. Er beschreibt Chancen, Probleme und Lösungsvorschläge. Dabei knüpft er an die eigene Entwicklungs-Agenda der Afrikanischen Union – die Agenda 2063 – an.

 

Die Bevölkerung Afrikas soll sich in den nächsten 30 Jahren auf über zwei Milliarden Menschen verdoppeln. Jedes Jahr müssten 20 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Afrika ist der jüngste Kontinent, aber sehr viele junge Leute haben keine Arbeit und keine Perspektive. Die Schwerpunkte des Marshallplans sind deshalb „fairer Handel, mehr private Investitionen, mehr wirtschaftliche Entwicklung von unten, mehr unternehmerische Entfaltung und vor allem mehr Jobs und Beschäftigung“.[1]

 

Der Marshallplan ist gegliedert in drei Säulen: Erstens Wirtschaft, Handel und Beschäftigung, zweitens Frieden und Sicherheit und drittens Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Um dies zu erreichen, werden jeweils neue Strategien vorgestellt.

 

Der Marshallplan stützt sich auf Grundlagenthemen der Entwicklung: Ernährung und Landwirtschaft, Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen, Energie und Infrastruktur und Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung. In diesen Themenbereichen arbeitet die deutsche Entwicklungspolitik schon seit langem mit afrikanischen Ländern zusammen.

 

Um diese Ziele erreichen zu können, soll es in drei Bereichen Veränderungen geben:

 Erstens soll es neue Formen der Zusammenarbeit mit reformwilligen afrikanischen Regierungen geben, in denen es Rechtssicherheit gibt und die Bürger sich politisch beteiligen können. Diesen Staaten sollen spezielle „Reformpartnerschaften“ angeboten werden. Beim EU-Afrika-Gipfel Ende November 2017 wurden die ersten beiden Reformpartnerschaften mit der Elfenbeinküste und Tunesien offiziell auf den Weg gebracht. Deutschland wird ihnen beim Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Entwicklung ihrer Finanzsysteme helfen.[2] Eine dritte Reformpartnerschaft soll Mitte Dezember bei einem Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Ghana unterzeichnet werden.

 

Zweitens soll es neue Regeln der internationalen Zusammenarbeit geben: zum Beispiel „Stopp von schädlichen Exporten nach Afrika“, „Einschränkung von Waffenexporten nach Afrika, insbesondere Kleinwaffen“, „Einhalten von internationalen Umwelt- und Sozialstandards“ und „Austrocknung von internationalen Steueroasen, Stopp von illegalen Finanzströmen aus Afrika“.

 

Und drittens soll es neue Wege der Finanzierung geben. Um die genannten Ziele umsetzen zu können, braucht es große Summen. Und diese können nicht nur allein aus ODA, also  offiziellen Entwicklungshilfegeldern, kommen. Künftig sollen neben ODA-Mittel auch die eigenen Finanzmittel der afrikanischen Staaten mehr genutzt werden. Zudem sollen private Investitionen und privates Kapital gestärkt in Entwicklungsziele gelenkt werden.

 

 

In der Umsetzung werden verschiedene Projekte auf den Weg gebracht, um die Ziele zu erreichen.

 

Im Themengebiet „Wirtschaft, Handel und Beschäftigung“ wurde die „Agentur für Wirtschaft und Entwicklung“ gegründet. Sie soll Unternehmen helfen, die sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wollen – zum Beispiel mit Unterstützung bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten. Außerdem wurde im gleichen Themengebiet eine Berufsbildungs-Initiative in Kenia gestartet, angelehnt an das deutsche Modell der dualen Berufsausbildung. Dies soll jungen Leuten helfen, gute Jobchancen zu erhalten.

 

Im Mittelpunkt des Themengebiets „Frieden und Sicherheit“ steht die so genannte „Friedens- und Sicherheitsarchitektur“ der Afrikanischen Union, die durch Fördergelder der EU unterstützt wird. Künftig soll die Afrikanische Union besser in der Lage sein, Konflikte auf dem Kontinent aus eigener Kraft zu lösen. Ein gutes Beispiel dafür war der friedliche Machtwechsel in Gambia, bei dem Truppen aus Nachbarländern wie dem Senegal den Raum für Verhandlungen mit dem abgewählten Diktator Jammeh absicherten.

 

Beim dritten Thema, „Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“, wurden Projekte für gute Regierungsführung umgesetzt. Dazu gehört beispielsweise eine stärkere Kontrolle des Steuer-, Finanz- und Haushaltswesens mit dem Ziel, Korruption zu verringern und mehr Steuereinnahmen zu erzielen. Dies wurde beispielsweise mit deutscher Unterstützung in Ghana getan.

 

 

Was ist nun neu am „Marshallplan mit Afrika“?

 

Viele Programme und Initiativen, die in dem Afrikakonzept aufgelistet sind, gibt es schon seit langem in der Entwicklungszusammenarbeit: zum Beispiel Unterstützung für Bildung, Gesundheit, Berufsbildungsprogramme oder Demokratieförderung.

 

Neu ist, dass mit ausgewählten Ländern – den so genannten Reformpartnern – stärker zusammengearbeitet werden soll. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit wird dabei nicht mehr so sehr in den klassischen Feldern der Entwicklungspolitik gelegt. Es wird versucht, Anreize zu schaffen, damit der Staat seine Infrastruktur selber aufbauen kann, um unabhängig von Entwicklungsgeldern zu werden. In einer Rede zitiert Bundesminister Gerd Müller den Planungsminister von Benin, der gesagt habe, er hätte lieber zehn deutsche Unternehmen in Benin als 10 Prozent mehr ODA (öffentliche Entwicklungsgelder). Wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen und private Unternehmen in die Entwicklungsländer zu holen ist also das Hauptziel des Marshallplans.

 

Dabei werden die eigenen Pläne der Afrikanischen Union zur Entwicklung ihres Kontinents besonders hervorgehoben – die Agenda 2063. Und von afrikanischen Ländern wird mehr eigene Verantwortung für ihre Entwicklung verlangt.

 

Zugleich aber wird auch die Verantwortung der Europäer in neuer Weise hervorgehoben. Die afrikanischen Länder bräuchten faire Chancen auf dem Weltmarkt, dafür müssten sich auch internationale Regeln ändern.

 

 

Wir würden gern Eure Meinung zum Marshallplan mit Afrika hören und Eure Einschätzung erfahren, ob diese neue Afrikastrategie aufgeht. Habt Ihr von solchen Projekten in Eurem Umfeld schon etwas mitbekommen?

 

 

 

Marshall Plan avec l'Afrique -

Quoi de neuf dans le nouveau concept africain du ministère fédéral de la Coopération économique et du Développement ?

 

Le "Plan Marshall avec l'Afrique" a été rédigé à l'automne 2016 au ministère fédéral de la Coopération économique et du Développement et a été présenté pour la première fois au public par le ministre fédéral Gerd Müller devant les ambassadeurs africains en Allemagne le 24 novembre 2016.

Ce terme rappelle le plan Marshall pour l'Europe. Celui-ci était un programme économique initié par les Etats-Unis et proposé le 5 juin 1947 par George C. Marshall (ministre américain des Affaires étrangères). Ce plan devrait permettre de reconstruire l'Europe après la Seconde Guerre mondiale. Le Plan Marshall est également connu sous le nom de Programme européen de relance économique.

Ce plan a servi de base à l'acheminement de l'aide des États-Unis vers l'Europe. Il était destiné à aider les nations d'Europe dévastées économiquement et à redonner aux habitants une vie décente. Un autre objectif du plan était de freiner le communisme (politique de confinement).

Le soutien des USA à l'Europe a duré jusqu'en 1951 et s'élevait à environ 13 milliards de dollars. Elle a été accordée sous forme de prêts, d'aide alimentaire et de matières premières. 1,6 milliard de dollars sont allés à la seule Allemagne de l'Ouest.

Les Etats-Unis voulaient également aider les pays d'Europe de l'Est. Cependant, en raison de la forte pression de l'URSS, ils ont refusé.

Le plan Marshall a jeté les bases des échanges commerciaux entre les États-Unis et l'Europe. Avec le plan Marshall, les choses ont recommencé à se redresser rapidement dans les pays occidentaux. Grâce à cette aide, l'économie de certains pays est devenue encore plus forte qu'avant les années de guerre. Avec l'aide du plan Marshall, les Etats-Unis ont pu exporter à nouveau vers de nombreux pays européens, ce qui a été un succès total.

Le plus important, cependant, c'est que le plan Marshall a servi de base à l'unification européenne et, partant, au développement de l'Union européenne.

 

Le terme "Plan Marshall avec l'Afrique" a été choisi pour illustrer la dimension de la tâche consistant à travailler avec l'Afrique d'une manière nouvelle.

 

Le Plan Marshall est un concept de réorientation de la politique allemande de développement avec le continent africain. Cela commence par le constat que les grands défis auxquels nous sommes tous confrontés - et pas seulement l'Afrique - ne peuvent être relevés qu'ensemble. Il décrit les possibilités, les problèmes et les solutions. Ce faisant, il se rattache au programme de développement de l'Union africaine - Action 2063.

 

La population de l'Afrique devrait doubler pour atteindre plus de deux milliards d'habitants au cours des 30 prochaines années. Chaque année, 20 millions de nouveaux emplois devraient être créés. L'Afrique est le continent le plus jeune, mais de nombreux jeunes n'ont pas d'emploi et de perspectives d'avenir. Le plan Marshall se focalise donc sur "le commerce équitable, plus d'investissements privés, plus de développement économique par le bas, plus de développement entrepreneurial et, surtout, plus d'emplois". 

 

Le plan Marshall est composé de trois piliers : premièrement, l'économie, le commerce et l'emploi ; deuxièmement, la paix et la sécurité ; et troisièmement, la démocratie et l'État de droit. Pour y parvenir, de nouvelles stratégies sont présentées.

Le Plan Marshall se fonde sur des questions fondamentales de développement : alimentation et agriculture, sécurisation des bases naturelles de la vie, énergie et infrastructures, santé, éducation et sécurité sociale. La politique allemande de développement travaille depuis longtemps avec les pays africains dans ces domaines.

 

Pour atteindre ces objectifs, des changements doivent être apportés dans trois domaines :

Premièrement, il devrait y avoir de nouvelles formes de coopération avec les gouvernements africains réformistes, dans lesquelles il y a une sécurité juridique et dans lesquelles les citoyens peuvent participer politiquement. Ces États se verront offrir des "partenariats de réforme" spéciaux. Les deux premiers partenariats de réforme avec la Côte d'Ivoire et la Tunisie ont été officiellement lancés lors du sommet UE-Afrique fin novembre 2017. L'Allemagne les aidera à développer les énergies renouvelables et leurs systèmes financiers.  Un troisième partenariat de réforme doit être signé à la mi-décembre lors d'une visite au Ghana du président fédéral Frank-Walter Steinmeier.

Deuxièmement, il y aura de nouvelles règles de coopération internationale : par exemple, "arrêter les exportations nuisibles vers l'Afrique", "restreindre les exportations d'armes vers l'Afrique, en particulier les armes légères", "se conformer aux normes environnementales et sociales internationales" et "réduire les paradis fiscaux internationaux, arrêter les flux financiers illégaux en provenance d'Afrique".

Troisièmement, il devrait y avoir de nouveaux modes de financement. Pour atteindre les objectifs fixés, de grosses sommes d'argent sont nécessaires. Et elles ne peuvent pas provenir uniquement de l'APD, c'est-à-dire des fonds publics d'aide au développement. A l'avenir, en plus des fonds d'APD, les ressources financières propres des Etats africains devront être utilisées plus largement. En outre, l'investissement privé et les capitaux privés doivent être davantage orientés vers les objectifs de développement.

 

Dans le processus de mise en œuvre, différents projets sont lancés afin d'atteindre les objectifs.

Dans le domaine "Économie, commerce et emploi", une Agence d'affaires économiques et de développement a été créée. Elle vise à aider les entreprises désireuses de s'impliquer dans les pays en développement et émergents, par exemple en les accompagnant dans la recherche d'opportunités de financement. De plus, dans le même domaine thématique, une initiative de formation professionnelle au Kenya a été lancée sur le modèle allemand de la formation professionnelle duale. Cela devrait aider les jeunes à trouver de bonnes opportunités d'emploi.

Le thème "Paix et sécurité" est axé sur l'architecture de paix et de sécurité de l'Union africaine, qui bénéficie du soutien financier de l'UE. A l'avenir, l'Union africaine devrait être mieux à même de résoudre seule les conflits sur le continent. Un bon exemple en est le transfert pacifique du pouvoir en Gambie, où des troupes de pays voisins comme le Sénégal ont assuré l'espace de négociations avec le dictateur Jammeh.

Le troisième thème, "Démocratie et État de droit", met en œuvre des projets de bonne gouvernance. Cela inclut, par exemple, un contrôle accru de la fiscalité, des finances et du budget, dans le but de réduire la corruption et de générer davantage de recettes fiscales. Cela a été fait, par exemple, avec le soutien de l'Allemagne au Ghana.

 

 

Quoi de neuf donc dans le Plan Marshall avec l'Afrique ?

 

De nombreux programmes et initiatives répertoriés dans le concept de l'Afrique font depuis longtemps partie de la coopération au développement : par exemple, le soutien à l'éducation, à la santé, aux programmes de formation professionnelle ou à la promotion de la démocratie.

Ce qui est nouveau, c'est que la coopération avec certains pays - les partenaires réformateurs - doit être renforcée. La coopération ne se concentre plus tant sur les domaines traditionnels de la politique de développement. On tente de créer des incitations pour que l'État puisse construire sa propre infrastructure afin de devenir indépendant des fonds de développement. Dans un discours, le ministre fédéral Gerd Müller a cité le ministre de la planification du Bénin, qui a déclaré qu'il préférait avoir dix entreprises allemandes au Bénin plutôt que 10% de plus d'APD (fonds publics de développement). Soutenir le développement économique et attirer des entreprises privées dans les pays en développement est donc l'objectif principal du Plan Marshall.

Il souligne les propres plans de l'Union africaine pour le développement de son continent - Agenda 2063 - et appelle les pays africains à assumer une plus grande responsabilité dans leur développement.

Dans le même temps, cependant, la responsabilité des Européens est également soulignée d'une manière nouvelle. Les pays africains auraient besoin d'opportunités équitables sur le marché mondial, pour cela les règles internationales devraient aussi changer.

 

 

Nous aimerions connaître votre opinion sur le Plan Marshall avec l'Afrique et savoir si cette nouvelle stratégie africaine sera efficace. Avez-vous déjà entendu parler de tels projets dans votre entourage ?

 

Lena K. et Lena P.


 

Opinion sur le Plan Marshall avec l’Afrique.

                                             Cette nouvelle stratégie sera-t-elle efficace ?

L’expression "Plan Marshall" est née au lendemain de la Seconde Guerre Mondiale désignant le programme économique initié par les Etats-Unis, en juin 1947, pour aider l’Europe à se relever des ruines causés par la guerre, et implicitement, d’empêcher les pays européens de basculer dans le camp communiste. A ce titre, il se présente comme la première étape de la mise en application concrète de la doctrine Truman de l’endiguement du communisme. Refusé par les pays d’Europe de l’Est sous la pression de l’URSS, le Plan Marshall a permis à l’Europe de retrouver sa santé économique et de jeter les bases de sa construction.

Les succès de ce plan pour l’Europe a poussé certains intellectuels et hommes politiques africains à "réclamer" de cette même Europe, portée entièrement responsable du retard de leur continent, un « Plan Marshall "Spécial" pour l’Afrique » dans le but de "réparer" les dommages que lui ont causée les cinq siècles de traite négrière et deux de colonisation. Donc dans le mental de la plupart des africains d’aujourd’hui, tout plan surmonté d’un qualificatif de "Marshall", quelles que soient sa nature, sa forme et la provenance,  ne saurait être dépourvu d’un caractère compensatoire et humanitaire. 

Le « Plan Marshall avec l’Afrique » du ministère fédéral de la coopération économique et du développement, proposé aux Africains, le 24 novembre 2016, et dont il nous est proposé d’apprécier la pertinence de son contenu et les chances de sa réussite est, à notre avis, d’une extrême pertinence à deux points de vue : 1) paradigmatique (travailler avec l’Afrique d’une manière nouvelle) ; 2) thématique (économie et société, paix et sécurité, démocratie et bonne gouvernance, etc.). Reste à savoir si cette nouvelle forme proclamée de coopération allemande avec les gouvernements africains dits "réformistes", sera couronnée d’un succès. 

Il est vrai, les défis sont majestueux, un peu à l’image de la construction des pyramides de Giseh il y a 3500 ans. [...] Aucun défi n’est insurmontable. Ce plan porteur de nouveaux paradigmes dans les relations "europafriques", eu égard de la conscience qu’il avait de la nécessité d’aider l’Afrique, de manière sincère, à sortir de la situation actuelle qu’on lui connait (léthargie économique, insécurité sous toutes ses formes, problèmes politiques, misère sociale et désespoir, etc.), a de réelles chances de réussir pour les raison évoquées ci-dessus. Mais faudrait-il qu’il se "débarrasse" de son manteau « marshallien » d’assistance humanitariste, et trouve un label beaucoup plus réaliste et réalisable.
                                                                                                               Moustapha Camara      
                                                                                           Professeur d’histoire et de géographie                                                                   
                                                                                                  Lycée El hadji Omar Lamine Badji
                                                                                                                Ziguinchor - Sénégal

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Kommentare: 14
  • #1

    Lars (Montag, 11 Dezember 2017 16:09)

    Ich denke, dass die Agenda 2063 ein Schritt in die richtige Richtung für die Entwicklung von Afrika und der europäisch-afrikanischen Zusammenarbeit ist. Trotzdem sind die gesteckten Ziele etwas unkonkret und der Zeitpunkt der Zielerfüllung ist auf die nächsten 50 Jahre verteilt. Damit können die Lösungen für die Probleme noch lange verschoben werden.

  • #2

    Lucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:05)

    mir gefällt es sehr´, dass ihr euren Artikel mit einer Leitfrage eingeleitet habt.

  • #3

    Lucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017)

    Außerdem gefällt es mir gut, dass ihr kurze und informationsreiche Sätze geschrieben habt und nicht euren roten Faden verloren habt

  • #4

    Hugo (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:32)

    Sehr gut wie differenziert ihr zunächst auf das Thema eingegangen seit & es gegen Ende nochmal zusammengefasst habt

  • #5

    Alina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:34)

    Ich finde euren Beitrag sehr gelungen und ansprechend. Ich finde es auch gut, dass ihr nochmal auf den ursprünglichen Marshallplan eingegangen seid und diesen erklärt habt.

  • #6

    Katja (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:37)

    Ich hatte von dem Marshall-Plan noch nicht viel gehört und euer Artikel hat mir einen sehr umfangreichen Einblick zu dem Thema gewährt. Besonders gelungen fand ich den historischen Bezug und die Gestaltung des Textes.

  • #7

    Maggie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:38)

    Ich finde euer Thema sehr interessant, jedoch sind meiner Meinung nach sehr viele Informationen gegeben, die man nicht alle aufnehmen kann.

  • #8

    Justus (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:41)

    Auch das ist ein Thema von dem ich selber noch nicht viel gewusst habe, jetzt aber sehr gut informiert bin.

  • #9

    Nicola (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:42)

    Ich finde gut, dass ihr euren Beitrag mit einer Frage eingeleitet habt. Ihr habt dem Leser durch euren Beitrag einen guten Einblick in das Thema gewährt. Ich fand es sehr gut, dass ihr am Anfang den Marshall- Plan sehr ausführlich erklärt habt. Außerdem habt ihr euren Text sehr schön gestaltet, er ist verständlich und lässt sich leicht lesen.

  • #10

    Houda (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:48)

    Ich finde euren Beitrag ziemlich informativ. Sehr gelungen finde ich vor allem, die zum Schluss geschilderte Erneuerung des „Marshallplans mit Afrika". Ebenso ist es sehr angebracht, dass ihr die Rolle von Deutschland in dem Zusammenhang sehr gut zum Ausdruck gebracht habt.

  • #11

    Sabrina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:56)

    Sehr gut ausgewählt und ausführlich und informativ. Ein wichtiges Thema für unsere globale Zukunft. Vielleicht wären Bilder zur Veranschaulichung noch gut gewesen.

  • #12

    Emilia (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:58)

    guter Artikel, ihr habt das Thema gut veranschaulicht. Mir hat auch gefallen, dass ihr auch die Umsetzung beschrieben habt und den ursprünglichen Marshall-Plan erklärt habt.

  • #13

    tamina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:02)

    Die Ausarbeitung zum Marhallplan ist euch gut gelungen, da ihr alle Aspekte und Punkte des Planes ausführlich erläutert habt. Ihr habt zudem auch die unterschiedlichen Themenbereiche, die der Plan umfasst und den Nutzen des Planes aufgezeigt.
    Ihr hättet die Absätze teilweise jedoch sinnvoller setzen können.
    Außerdem gefällt mir sehr gut das ihr am Ende eine Frage gestellt habt.
    Allgemein wurde der Plan sehr verständlich und ausführlich dargestellt.

    Ich denke, dass der Plan zwar grundsätzlich gute Chancen für Afrika bietet, es jedoch fragwürdig ist,ob und inwiefern die Pläne umgesetzt werden können.

  • #14

    Adrian (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:02)

    Ich finde es großartig, dass ihr euch die Mühe gemacht habt den Text auf französisch zu übersetzen. Auch die Darstellung des Marshall-Plans mit Afrika ist meiner Meinung sehr gut gelungen.

Fabrice Monteiro: „The Prophecy“

Fabrice Monteiro ist ein aus dem Senegal stammender Künstler. Heute lebt er in Dakar und arbeitet vorwiegend auf dem afrikanischen Kontinent. In seiner unvergleichlichen Fotoserie «The Prophecy» befasst er sich mit der Umweltzerstörung und den Folgen menschlichen Konsums. Mit dem Titel „Die elfte Prophezeiung“ waren seine Werke 2016 für den Greenpeace Award nominiert.

 

Rund 40’000 Hektar Wald werden jedes Jahr im Senegal gerodet. Das entspricht einer Menge von ca. 4 Mio. Tonnen Holz. Sie werden hauptsächlich für das Kochen verwendet, da im Senegal nur 16% aller ländlichen Haushalte an das Stromnetz angeschlossen sind. Dennoch ist der riesige Verbrauch an Holzkohle in erster Linie traditionellen Gewohnheiten zuzuschreiben. In seinem Bild verdeutlicht Fabrice Monteiro diesen hohen Verbrauch an Holz. Eine geisterhafte Figur steigt aus einem riesigen Holzhaufen empor. Das Bild ist so gut inszeniert das man denken könnte, dass Holz gehöre zu ihr. Demonstrativ blickt sie nach unten wo Rauch aufsteigt. Der Hintergrund ist vereinzelt mit kahlen Bäumen geschmückt. Der Boden wirkt sehr trocken und unfruchtbar.

 

Meiner Meinung nach hat der Künstler das Problem des überaus hohen Holzverbrauchs sehr gut in seinem Bild dargestellt. Er hat seine Fotografie so gut gemacht, dass er keinen erklärenden Text auf seiner Website hinterlassen müsste. Dennoch wird durch der Titel der Bilderreihe, den Ausdruck des Bildes und aus Interviews mit dem Künstler klar, dass er diesem großen Problem einen Ausdruck geben wollte.

 

Link zu dem Bild: https://www.designboom.com/wp-content/uploads/2015/09/fabrice-monteiro-the-prophecy-senegal-designboom-06.jpg

 

Mbeubeuss befindet sich etwa 30km entfernt von Dakar und ist die größte Mülldeponie in der Gegend mit ca. 460.000 Tonnen Müll die pro Jahr geliefert werden. Dieser bizarre Ort, der vom Aussehen eher einem Drehort eines Science-Fiction Films erinnert, ist die tägliche Geldquelle von weit über 1000 Menschen und sogar Wohnort für etwa 400 Menschen. So seltsam es klingen mag verdienen diese Menschen in einigen Fällen deutlich mehr als den Mindestlohn als Angestellter, trotz der giftigen Umgebung. Die Mülldeponie ist seit ihrer Gründung vor über 40 Jahren stetig gewachsen und verschmutzt nahe Gewässer und Böden.

 

Dies veranlasste Fabrice Monteiro vermutlich, den Ort als Schauplatz eines seiner Bilder des Prophecy-Projekts zu wählen, in dem er sich mit menschengemachter Zerstörung und Verschmutzung auseinandersetzt. Für die Szene hat er sich einen Müllberg ausgesucht, der sogar über die naheliegenden Bäume ragt. Als vorwiegendes Problem seines Bildes hat er sich wahrscheinlich Plastikkonsum sowie unzureichendes recyceln ausgesucht was teilweise auch in Deutschland noch ein Problem ist. Wiederkehrende Merkmale dieser Fotos sind die Personen, die sich innerhalb dieser Umweltzerstörung befinden. Bei diesen „Wesen“ handelt es sich laut einigen Interviews um die Kinder von Mutter Erde, die in Form von Geistern auf die Erde kommen um die Menschen auf die Umwelt aufmerksam zu machen. Passend dazu ist in dem Bild eine überlebensgroße Frau zu sehen, die, in Plastikmüll gekleidet, über der Müllkippe zu schweben scheint.

 

Link zu dem Bild: https://www.designboom.com/wp-content/uploads/2015/09/fabrice-monteiro-the-prophecy-senegal-designboom-02.jpg

 

Auch das zweite Bild ist von einer übermenschlichen Kreatur dominiert. Auch diese ist in Plastik gekleidet, wobei bei diesem Bild der Fokus mehr auf dem Erdöl zu liegen scheint, aus welchem auch Plastik hergestellt wird. Auch der Strand ist von einer schwarzen Plastikschicht bedeckt, die den gesamten Ozean wie eine Ölschicht wirken lässt. Das ist vermutlich ein Verweis auf die Ölteppiche, die häufig nach Unfällen von Bohrinseln oder Ölfrachtern auftreten. Dies wird auch unterstrichen durch den toten Vogel, den das Wesen in der Hand hält und dessen Flügel auch mit Öl verklebt sind.

 

Link zu dem Bild: http://www.mantlethought.org/sites/default/files/article/1548/body-images/the_prophecy_2.jpg

 

Insgesamt drücken beide Bilder eine Verzweiflung und Wichtigkeit aus, die deutlich macht wie wichtig ein vermehrtes Bewusstsein für Umweltschutz ist.

 

Von Hugo K. & Fabian L.

 

 

 

Ihr habt üder den Roman, The Prophecy von Fabrice Moteiro gesprochen, in dem er  von der Umweltverschmutzung sprach. Er hatte die Mülldeponie von Mbeubeuss im Dakar zitiert.

Habt ihr schon Herrn Moteiro getroffen?

Kommentare: 12
  • #12

    Lucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:10)

    Ich finde es sehr schön, dass eure Artikel sich mit einem anderen Thema befasst als die anderen. Der Artikel ist kurz und knapp, was mir gut gefällt. Außerdem befasst sich der Künstler auch mit sozialen und globalen Problemen, was meiner Meinung nach sehr wichtig ist. Jedoch sind ein paar Kommafehler im Text zu finden.

  • #11

    tamina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:09)

    Mir hat euer Text gut gefallen, weil er verschiedene Themen mit einander verbindet. Das Thema wurde sehr interessant und informativ dargestellt. Es ist gut, dass ihr auch die allgemeinen dargestellten Probleme genauer erläutert. Außerdem sind euch die Beschreibung und der Kontext auch gelungen. ihr hättet vielleicht noch mehr über das Leben des Künstlers schreiben können.

  • #10

    Houda (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:09)

    Sehr spannendes Thema, da der Künstler mir davor noch nicht bekannt war. Inhaltlich wurde das Thema ziemlich differenziert ausgeführt. Bilder wären zur Visualisierung noch angebracht, doch das nur nebenbei :)

  • #9

    Xavier (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:06)

    Ich finde es sehr interessant wie detailliert ihr den Künstler und seine Methoden beschrieben habt. Außerdem gefallen mir die beigelegten Bilder.

  • #8

    Onur (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:00)

    Ein außergewöhnliches Thema, welches sinnvoll gegliedert und gestaltet wurde. Man sollte Rücksicht auf die Kommasetzung nehmen, da schon schwerwiegende Verstöße der deutschen Sprache vorhanden sind. Inhaltlich sehr gut.

  • #7

    Lars (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:52)

    Mir gefällt das Thema, da es auch einen anderen Aspekt der afrikanischen Kultur thematisiert. Schade, dass die Bilder nicht direkt in den Artikel kopiert werden konnten. So ist es ein wenig umständlicher dem Text zu folgen. Die Gesamtaussage des Textes wird davon aber nicht beeinflusst, weshalb es für mich eine gelungene Arbeit ist.

  • #6

    Sabrina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:52)

    Ein interessantes Thema und auch sehr gut dargestellt. Ich hätte vielleicht (wenn es möglich wäre) die Bilder hier hochgeladen. Ich hätte es vielleicht noch ausführlich beschrieben und eventuell noch tiefgründiger beschrieben.

  • #5

    Alina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:51)

    Ein sehr lehrreicher Artikel, da ich vorher noch nichts von diesem Künstler gehört hatte.

  • #4

    Nicola (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:51)

    Ein sehr interessantes und neues Thema. Ich finde es sehr gut, dass ihr alle Bilder, über die ihr geschrieben habt, ausführlich beschrieben habt, sodass man sich das Bild sehr gut vorstellen konnte. Euer Beitrag hat mir einen umfangreichen Eindruck von den Kunstwerken des Künstlers gewährt. Außerdem finde ich es gut, dass euer Beitrag nicht zu lang war, denn man ist neugierig geworden, sich weiter über den Künstler zu informieren. Jedoch hätte ich es besser gefunden, wenn ihr die Bilder in den Text eingefügt hättet, denn dann wäre euer Beitrag anschaulicher gewesen.

  • #3

    Emilia (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:50)

    sehr interessanter Artikel, mir hat gefallen, dass ihr die Bilder immer im Kontext beschrieben habt, und somit stärker auf das Problem des Umweltschutzes aufmerksam gemacht habt.

  • #2

    Maggie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:46)

    Ich finde euer Thema ist ein sehr wichtiges, welches ihr passend durch einen Künstler veranschaulicht habt. Es wäre jedoch noch schöner, wenn ihr euer Fazit etwas ausführlicher gestaltet hättet und euern Text noch einmal auf Rechtschreibung geprüft hättet.

  • #1

    Lena (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:31)

    Es war sehr interessant zu lesen, da es ein völlig neues Thema war, auf das ich nicht gestoßen wäre. Gut finde ich auch, dass ihr die Links der Bilder jeweils unter die Beiträge geschrieben habt.


Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Schulsysteme innerhalb Afrikas

 

 

In Rahmen eines Semesterprojektes wollten wir uns verschiedene Länder in Afrika genau angucken und dabei das Schulsystem im jeweiligen Land analysieren. Wir haben uns für die Länder Senegal, Ägypten, Südafrika und Tansania entschieden, weil wir damit gehofft haben, eine große Vielfalt zu erreichen, weil diese Länder von unterschiedlichen Kolonialmächten geprägt wurden, wie z.B. von Frankreich, England oder auch Italien.

 

File:Flag of Senegal.svgDas erste Land, welches vorgestellt wird, ist der Senegal, ein französisch- geprägter Staat in Westafrika am Atlantischen Ozean.  Der Senegal liegt zwischen Mauretanien und Guinea und schließt selbst das Land Gambia ein. Die Grenze zwischen Mauretanien und dem Senegal wird von dem 1430 km langen Fluss „Senegal“ erzeugt, welcher der Namensgeber für das Land war. Erst im Jahr 1960 erlangte der Senegal die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich.

 

 

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5f/Senegal-Pos.pngDas  Schulsystem im Senegal  orientiert  sich  am  französischen  System und umfasst Grund-, Mittel- und Sekundarschulen.Zunächst  besuchen  Kinder sechs  Jahre  lang  die Grundschule. Darauf folgt ein weiterführendes   Schulsystem, welches sich nicht wie in Deutschland nach Leistungsstufen aufteilt, sondern zwischen dem  „akademischen“  und  dem  „technisch-fachlichen“ Zweig unterscheidet. Der erste Zweig wird im „premiercycle“(Unterstufe) über vier Jahre  an sogenannten „collègesd’enseignementmoyens“ (weiterführende Schule für Allgemeinbildung) angeboten, bis zum Erhalt des „Baccalauréat“ (dem Abitur entsprechend). Der  technisch-fachliche Zweig wird an Berufsfachschulen gelehrt und erstreckt sich in der Regel über drei bis vier Jahre.

 

Trotz des eigentlich sehr geordneten Schulsystems hat der Senegal mit 45% (2015) eine der höchsten Analphabetisierungsrate, die sich in  31,5 % bei den Männer und 56,2 % bei den Frauen aufteilt. In der Verfassung wird zwar der Zugang zur Bildung für alle Kinder bis zum Alter von 16 Jahren verpflichtend und kostenlos garantiert, in Wirklichkeit können aber nur knapp 75% der senegalesischen Kinder eingeschult werden. Das Problem ist der große Bevölkerungszuwachs von 3%, der das gestiegene Angebot an Bildung, durch Anstrengungen und hohe Investitionen der Regierung, mit einer noch höheren Nachfrage übertrumpft. Es fehlen immer noch sehr viele Schuleinrichtungen, vor allem in ländlichen Regionen.

 

Ein weiteres Problem sind die verschiedenen Sprachen, die im Senegal gesprochen werden (es sind fast 40). Die  Unterrichtssprache  ist  Französisch,  eine  Sprache, die vomGroßteil  der  Kinder  nicht  beherrscht  wird, nur 10% sind echte Französischsprecher.  Dies führt im Unterricht zu  großen Verzögerungen und Verluste im Lernprozess. In der Folge ist die Schulabbruchsrate sehr hoch, sodass nur etwa 15% der Schüler mittlere oder höhere Schulen besuchen.

Ägypten, Flagge, Land, Wappen, Zeichen, TraditionNachdem das Schulsystem im Senegal erläutert wurde, ist das nächste Land, was vorgestellt wird Ägypten. Ägypten ist ein Staat im Nordosten von Afrika und hat die Nachbarländer Libyen und den Sudan. Es erlangte seine Unabhängigkeit 1922 von Großbritannien.

 

Die Schulbildung ist in Ägypten als Grundrecht festgeschrieben und ist grundsätzlich kostenlos. Allerdings kann die Schule für manche, vor allem ärmere Familien sehr viel Geld kosten.

 

In Ägypten ist die Schulpflicht für die Grundschuljahre per Gesetzt festgelegt. Der Besuch von weiterführenden Schulen nach der Grundschule ist freiwillig und gesetzlich nicht geregelt.

 

Die Kinder sind in der Regel in der ersten Klasse zwischen 6 und 7 Jahre alt. Je nach Familie kommt es aber auch vor, dass die Einschulung erst später stattfindet.  Die Grundschule umfasst die erste bis sechste Klasse. Danach schließt sich eine weiterführende Schule an, die von der siebten bis neunten Klasse geht. Am Ende dieser Zeit, in der neunten , wird dasDiploma (Sekundarabschluss) gemacht. Wer noch weiter lernen möchte, muss eine weiterführende Schule für die 10.-12. Klasse besuchen, in der das Thanawaya (Ägyptisches Abitur) erworben werden kann. Anschließend können die Jugendlichen ggf. eine Universität besuchen, wofür sie aber ein sehr gutes Abschlusszeugnis aus der 12. Klasse benötigen.

 

In Ägypten wird kein Notensystem wie in Deutschland benutzt, sondern die Lernleistungen werden prozentual angegeben. 90 bis 100% gelten als exzellente Leistungen.  

 

Doch um am Unterricht teilnehmen zu dürfen, müssen folgende Anschaffungen von den Familien besorgt werden. Als erstes wird eine Schuluniform, genauso wie Schreibutensilien, wie z.B. Stifte und Hefte benötigt. Außerdem müssen Schulbücher erworben werden, da die Bücher als Arbeitsbücher benutzt werden und in ihnen auch die entsprechenden Lösungen stehen. Hat eine Familie mehrere Kinder in unterschiedlichen Altersstufen dürfen die Bücher kein zweites Mal benutzt werden. Die Familien haben häufig Probleme den Kindern die nötige Ausrüstung zu besorgen, weshalb Kinder trotz Schulpflicht nicht zur Schule gehen können.

 

Hinzu kommt, dass die Klassen überwiegend vollkommen überfüllt sind, weswegen die Klassenziele sehr häufig nur durch Nachhilfestunden erreicht werden können. Da Lehrer an öffentlichen ägyptischen Schulen sehr schlecht bezahlt werden (im Vergleich hat ein Kellner deutlich mehr Geld zur Verfügung), sind die Lehrkräfte gänzlich unmotiviert, den Schülern den benötigten Lernstoff zu vermitteln. Meistens können die Lehrer nur durch Nachhilfestunden ihre eigene Familie über Wasser halten, denn um als Schüler die Halbjahres - und Jahresprüfungen zu bestehen, müssen die Familien weitere Nachhilfestunden bezahlen, was in den meisten Familien kostentechnisch völlig den Rahmen sprengt.

 

 
 Das nächste Land, welches vorgestellt wird, ist Südafrika - ein Staat im Süden von Afrika, der als am weitest entwickelten des gesamten Kontinents gilt. Südafrika stand in seiner Geschichte unter vielen unterschiedlichen Herrschaften. Die größten Einflüsse verursachten die Niederländer und die Briten. Südafrika, Flagge, Nationalflagge, Nation, Land

 

In Südafrika werden die Oberschulen wie in Amerika „High-Schools“ genannt, sie gehen von der 7ten bis zur 12ten Klasse wie es in Deutschland auch der Fall ist. Es gibt auf Südafrika verteilt etwa 6000 High-Schools, bei welchen es vor allem in den Townships an qualifizierten Personal mangelt. Hinzu kommt, dass es seit der Apartheid weiße Schule gibt, welche ungefähr dem europäischen Standard entsprechen und schwarzen Schulen, welche nach der „Bantu Education“ unterrichten, was bedeutet, dass ihnen nur Grundkenntnisse vermittelt werden.

 

Da dies der Fall ist, versuchen viele schwarze Eltern ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken, welche die meisten aber nicht bezahlen können. Deswegen schicken viele ihre Kinder auf eine „Privatschule für Arme“. Hier beträgt nämlich die Schulgebühr anstatt ca. 700 Euro nur ca. 40 Euro, welche besser auf zu bringen sind. Diese sind zwar nicht so gut ausgestattet wie normale Privatschulen, aber immerhin besser als die Staatlichen Schulen.

 

Es gibt aber auch andere Beispiele in welchen die arme Bevölkerung gestärkt wird, wie das „Centreof Science and Technology“(Cosat), welches am Rande von Khayelitscha, einem Township von Kapstadt, liegt. Hier wird Südafrika naturwissenschaftliche Elite herangezogen. Das Cosat ist auch eine Staatliche Schule, welche es sich aber zur Aufgabe gemacht hat, die naturwissenschaftlich Begabten aus der unteren Schicht zu fördern. Die jährliche Erfolgsrate bei den Abiturprüfungen liegt bei 100 Prozent. An der Schule werden um die 500 Schüler unterrichtet, von Montag bis Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr, was zwei Stunden länger ist, als auf „normalen Schulen“. Zudem werden auf der Schule Fächer wie Mathe, Informatik, Physik und Biologie unterrichtet, was auf den anderen Schulen eher selten der Fall ist. Das Cosat ist nicht komplett kostenlos, da pro Jahr eine Gebühr von umgerechnet 40 Euro gefordert ist.         

Tansania, Flagge, Nationalen, Land, Symbol, Nation

Das letzte Land, das in der Analyse untersucht werden soll, ist Tansania. Ein Land im Osten Afrikas, das von vielen verschiedenen Kolonialmächten besetzt wurde, unter anderem Deutschland und Belgien. Den größten Einfluss hatten jedoch die Briten.

 

In Tansania sieht man die Bildung als essenziell für den Erfolg in der Zukunft an, weshalb sie einen hohen Stellenwert hat. Das Schulsystem beginnt schon sehr früh in Tansania in der sogenannten „nurseryschool“ vergleichbar mit einem Kindergarten, in dem schon Schreiben, Lesen, Mathematik und Englisch vermittelt werden. Als nächstes folgt die „primaryschool“, vergleichbar mit der Grundschule, die 7 Jahre dauert und fast ausschließlich staatlich geführt wird. Einzelne Privatschulen sind auch vorhanden. Schon hier treten erste Probleme auf. Die Englischstandards für Lehrer und Schüler sind sehr hoch, die Anzahl an Schülern pro Klasse zu groß und dieFörderung für Englisch, aufgrund nicht ausreichend ausgebildeter Lehrer, zu gering. Deshalb müssen die Schüler viel selbstständige Erlernen. Nach der Grundschule folgt als nächstes die „secondaryschool“ (Form 1-4) vergleichbar mit Oberschule (Mittelstufe). Sie dauert vier Jahre an und ist nicht kostenpflichtig.

 

Dennoch erscheinen die Schüler häufig nicht zum Unterricht, da sie beim Haushalt oder der Viehzuchtaushelfen müssen Durch das Verpassen des Unterrichts bleiben die Englischkenntnisse schlecht. An die erste „secondaryschool“ schließt sich die zweite in der Form 5 und 6 an, welche vergleichbar mit der deutschen Oberschule (Oberstufe) ist. Sie dauert zwei Jahre an.

 

Abschließend fällt die Ähnlichkeit der Schulsysteme in Afrika untereinander, aber auch zu dem deutschen Schulsystem auf. Es gibt kleinere Unterschiede in der Länge der Grundschule oder der Aufteilung der weiterführenden Schulen. Trotzdem besitzen die Schulen in der Praxis häufig dieselben Probleme. Die Klassen sind zu groß und die Bildung ist nicht für jedes Kind verfügbar. Der Bildungsgrad der Kinder hängt damit von dem gesellschaftlichen Stand ab, da die wohlhabenderen Familien das nötige Kapital besitzen, um ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken.

 

 

Literaturverzeichnis

Textquellen:

 

http://malicounda.ch/index.php/bildungssituation-in-senegal.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Senegal#Bildung

https://de.wikipedia.org/wiki/Sprachen_Senegals

https://www.daad.de/medien/der-daad/analysen-studien/laendersachstand/senegal_daad_sachstand.pdf

http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2013-09/suedafrika-kapstadt-township-school/seite-2

http://www.suedafrika-insider.com/land/schulsystem.html

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/lernen-in-suedafrika-vom-township-in-die-privatschule-a-747511.html

https://www.suedafrika.net/suedafrika/gesellschaft/bildungssystem.html

http://kipaji.org/stipendienprogramm/bildung-in-tansania/

http://fonelisco-verein.de/docs/Infos-zum-Schulsystem.pdf

http://www.the-gnu.net/tansania/tansania_soz-bild.shtml

http://www.budrich-journals.de/index.php/zqf/article/viewFile/2156/1781

 

Bilderquellen:

 

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fd/Flag_of_Senegal.svg

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5f/Senegal-Pos.png

https://pixabay.com/de/%C3%A4gypten-flagge-land-wappen-zeichen-858241/

https://pixabay.com/de/s%C3%BCdafrika-flagge-nationalflagge-162425/

https://pixabay.com/de/tansania-flagge-nationalen-land-26950/

 

Autoren : Alex, Lars, Onur, Xavier 

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Kommentare: 14
  • #1

    Lucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:16)

    ich finde es sehr gut, dass ihr mehrere Länder mit einander verglichen habt und ihr euch nicht nur auf ein Land spezialisiert habt.

  • #2

    Bennit, Anita, Adrian (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:23)

    Wir fanden die Vergleiche zwischen den Schulsystemen sehr interessant und fanden es gut, dass diese so ausführlich und anschaulich verfasst wurden

  • #3

    Sabrina und Thariga (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:31)

    Ein Thema, welches uns auch sehr interessiert. Es ist gut die verschiedenen Bildungssysteme kennen zulernen. Schade nur, dass die Bilder nicht sichtbar sind.

  • #4

    Lena (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:38)

    Gut finde ich, dass ihr Länder gewählt habt, die auf dem Kontinent verteilt sind. So konnte man einen Einblick in die verschiedenen Schulbildungen der einzelnen Länder bekommen.
    Schade ist jedoch, dass die Bilder nicht zu sehen sind.

  • #5

    Emilia (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:43)

    Mir hat gut gefallen, dass ihr mehrere Länder vorgestellt habt, da man somit einen besseren Gesamtüberblick bekommen hat.

  • #6

    Alina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:45)

    Ich finde euren Beitrag sehr gut gelungen. Dadurch, dass ihr mehrere Schulsysteme (aus unterschiedlichen Ländern) verglichen habt, hat man eine gute Übersicht über die Unterschiede zu afrikanischen Schulsystemen im allgemeinen. Auch gut finde ich, dass ihr euren Beitrag sehr gut strukturiert habt und er sehr leicht verständlich ist.

  • #7

    Maggie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:49)

    Ein schöner und interessanter Beitrag. Eventuell könnte man die von euch genannten Schulsysteme noch mit europäischen Verhältnissen vergleichen.

  • #8

    Inga (Donnerstag, 14 Dezember 2017)

    Ich finde ihr habt euch ein sehr interessantes Thema ausgesucht und die einzelnen Länder gut miteinander verglichen. Ihr hättet die afrikanischen Schulsysteme vielleicht noch ausführlicher mit unserem deutschen Schulsystem gegenüberstellen können, damit die Unterschiede noch einmal deutlicher werden. Ansonsten sehr informativ!

  • #9

    Hugo (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:50)

    Sehr gelungen, dass ihr zunächst Schulen aus Afrika untereinander verglichen habt und gegen Ende auch auf das deutsche Bildungssystem eingegangen seit.

  • #10

    Justus (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:52)

    Ein sehr interessantes und immer aktuelles Thema auf unserer Erde. Dieses ist natürlich für uns als Schüler sehr interessant und wichtig die verschiedenen System und Umstände in anderen Ländern kennen zu lernen um sich auch vorstellen zu können, was für ein Privileg wir in Deutschland genießen.

  • #11

    Lucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:57)

    Zudem fand ich es schön, dass ihr die einzelnen Schulsysteme so detalliert beschrieben habt, so das man eine gute Vorstellung von diesen bekommen hat.

  • #12

    Nicola (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:00)

    Ich finde euren Beitrag sehr interessant, da ihr mehrere , auch sehr verschiedene, Schulsysteme miteinander verglichen habt. Jedoch kann man eure Bilder leider nicht sehen, ihr hättet euren Text anders formatieren können (zu viele Absätze) und mehr auf die Rechtschreibung achten müssen.

  • #13

    Houda (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:02)

    Ich finde an dem Beitrag sehr ansprechend und gelungen, dass ihr auf Grund der unterschiedlichen, thematisierten Länder, sowohl verschiedene Fassetten als auch Gemeinsamkeiten im Themengebiet Bildung in Afrika zum Ausdruck gebracht habt. Formal würde ich vielleicht beim nächsten Mal den Text etwas deutlicher durch gezielte Absätze bzw. Überschriften unterteilen, um die Struktur (Einleitung, Hauptteil, Schluss) des Textes besser rüberzubringen bzw. einen besseren Überblick zu verschaffen.

  • #14

    Katja (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:05)

    Ihr stellt die verschiedenen Schulsysteme sehr umfangreich und detailliert dar. Mir hat auch die historische und geographische Einordung am Anfang des Artikels gefallen, allerdings hättet ihr eure eigene Meinung noch etwas ausführlicher darlegen können.


Soziale Netzwerke in Afrika

 

Soziale Netzwerke werden weltweit sehr aktiv genutzt. In Afrika stellen Soziale Netzwerke im Wesentlichen eine kostengünstige Kommunikationsart dar und die Regierungen arbeiten sogar schon an der Einrichtung von High- Speed- Internet Anschlüssen, um einen breiteren Anteil der Bevölkerung zu erreichen, jedoch wird in ländlichen Gebieten ein Großteil der Bevölkerung nach wie vor mit dem Radio erreicht. Ein typisch afrikanisches Netzwerk ist Mxit, das zur Kommunikation, Unterhaltung und Information genutzt wird. Dabei stehen Wirtschaftsinteressen im Vordergrund. Web-basierten Unternehmen wird dort eine Plattform geboten, um für sich zu werben. Sogar Gesundheitsdienste präsentieren ihre Informationen. Außerdem haben auch Regierungen die Macht der sozialen Netzwerke erkannt, um den Informationsfluss gezielt zu fördern oder zu stoppen. SMS werden in Afrika weiterhin genutzt, jedoch werden Social Media Dienste zunehmend populär.

 

Die Digitalisierung Afrikas stellt einen wichtigen Faktor für die Afrikanische Bevölkerung dar. Dies liegt zum Beispiel daran, dass das Internet oft die einzige Möglichkeit ist, sich über Politik, sowie die Programme und Ziele einzelner Parteien zu informieren. Es ist oft die einzige Chance, seine Meinung offen und frei zu äußern und somit gehört zu werden, was oft ein Problem darstellt, aufgrund der schwachen und staatsnahen Medien. Außerdem kann die Bevölkerung auch an den Informationen des Internets profitieren und sich dadurch weiterbilden. Dadurch kann der Bildungsstand in Afrika, insbesondere auch für die Frauen, verbessert werden. Außerdem dient das Internet natürlich auch der Kommunikation und somit dem Austausch von Informationen innerhalb der Bevölkerung.

 

Ein wichtiges soziales Netzwerk in Afrika ist Twitter. Die Portland Studie, veröffentlicht 2013, beschäftigt sich mit der Analyse der Twitter-Nutzung in Afrika. Am häufigsten wird in Südafrika getwittert (Johannesburg, Ekurhuleni) gefolgt von Kairo, Durban und Alexandria. In Ostafrika ist Nairobi am aktivsten, in Westafrika Accra. Zu 75,5 % werden die Sprachen Englisch, Französisch und Arabisch genutzt, ansonsten Zulu, Suaheli, Afrikaans, Xhosa und Portugiesisch. Am häufigsten wird Dienstag und Freitag getwittert, meist nachmittags und abends mit einer Spitze gegen 22 Uhr. Fußball ist das am meisten diskutierte Thema, es wird sogar häufiger als seinerzeit der Tod von Nelson Mandela thematisiert. Allgemein wird Twitter als Nachrichtenquelle, zur Unterhaltung sowie als  Informationsquelle für nationale Neuigkeiten und aktuelle politische Entwicklungen genutzt. Die Bedeutung von Marken nimmt durch die vermehrte Nutzung von Hashtags wie zum Beispiel #Adidas, #Samsung zu, jedoch sind politische Hashtags weniger verbreitet. Etwa 60 % der Twitter Nutzer in Afrika sind zwischen 20 und 29 Jahre alt, während der weltweite Durchschnitt bei einem Alter von 39 Jahren liegt. 75 % der Tweets kommen von Mobiltelefonen. Zugang zu den sozialen Netzwerken haben meist Schüler und Studenten, vor allem in Städten oder in Gegenden, wo man leicht Zugang zu Mobiltelefonen und Internet, zum Beispiel in Internetcafés hat. Bei den Twitter-Anwendern handelt es sich überwiegend um Menschen aus bildungsaffinen Schichten.

 

Die Nutzung des Internets stellt jedoch auch Probleme dar und es ist zudem in vielen Regionen Afrikas stark eingeschränkt. Das Internet und vor allem soziale Netzwerke spielen eine große Rolle in der Politik, zum einen in der politischen Mobilisierung, aber auch in dem Austausch von Informationen. Viele Regierungen haben Angst vor dem Potential und der Gefahr der unkontrollierten Massenkommunikation, da es zum Beispiel durch die Verbreitung von falschen Informationen, Hassreden oder Aufrufen zur Gewalt, zu einer Destabilisierung des Landes kommen könnte. Aus diesen Gründen werden das Internet und somit auch die Meinungsfreiheit, vor allem während der Wahlen, von der Regierung eingeschränkt. Das Internet wird jedoch auch durch weitere Faktoren eingeschränkt. Dazu zählt zum Beispiel der Unterschied zwischen der städtischen Bevölkerung, die meist über Internet verfügt und der ländlichen Bevölkerung, ohne einen Internetanschluss. Daraus resultiert auch der Unterschied zwischen der armen und der reicheren Bevölkerung, denn obwohl die Preise in den vergangenen Jahren gesunken sind, können sich viele Menschen noch immer keinen Internetzugang leisten. Ein weiteres Problem stellt der Unterschied zwischen den Frauen und den Männern dar, während vergleichsweise viele Männer das Internet bereits nutzen, ist dies bei Frauen nicht der Fall, was unter anderem mit dem niedrigen Alphabetisierungsgrad von Frauen, in einigen Ländern, zusammen hängt.

 

 

Von Tamina und Nicola

 

 

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Kommentare: 15
  • #1

    Stina, Neele (Donnerstag, 07 Dezember 2017 15:59)

    interessantes Thema, gut formulierte Sätze, vielleicht wären einige Bilder zur Veranschaulichung vorteilhaft :)

  • #2

    JMMI (Donnerstag, 07 Dezember 2017 16:09)

    Der Eintrag war sehr lehrreich und informativ. Zwar knapp aber prägnant.

  • #3

    Lucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:19)

    ich finde euren Artikel sehr gut und mir war nicht bekannt, dass die Menschen in Südafrika Twitter so intensiv nutzen.

  • #4

    Hugo (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:21)

    Sehr gelungen wie auf die Rolle des Internets in der Politik eingegangen wurde, da das Internet für viele Regierungen eine Bedrohung darstellt

  • #5

    Houda (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:27)

    Sehr interessanter und ansprechender Beitrag. Ich finde es sehr gut, dass ihr aktuelle Themen wie die Nutzung von sozialen Netzwerken aufgegriffen habt. Sehr gelungen ist die abschließende Schilderung der Problematik, welche bei diesemThema zustandekommt. Beim nächsten Mal wären Visualisierung sehr ansprechend.

  • #6

    Emilia (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:28)

    Sehr interessanter Artikel, mir hat gefallen wie ihr das Thema umgesetzt habt und auch auf die Unterschiede, nicht nur zwischen Afrika und der restlichen Welt, sondern auch innerhalb Afrikas eingegangen seid.

  • #7

    maya (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:37)

    Der Beitrag ist sehr informativ und auch passend gewählt. Euer Thema ist interessant und aktuell und lässt sich gut lesen.

  • #8

    Sabrina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:38)

    Es ist sehr lehrreich und informativ. Ein interessantes Thema, welches man sich nun besser vorstellen kann und man einen guten und knappen Überblick nun hat.

  • #9

    Xavier (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:40)

    Ich finde es besonders gut, dass ihr zum einen erzählt, warum Social Media in Afrika solch eine hohe Bedeutung wegen der Politik hat, aber auch, dass zum anderen damit gewisse Risiken entstehen könnten. Zudem ist der Artikel sehr informativ und vermittelt gut die Bedeutung von Social Media in Afrika.

    L.G. Xavier

  • #10

    Lena (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:42)

    Ihr habt ein sehr aktuelles und ansprechendes Thema gewählt :)
    Ein paar Bilder wären schön gewesen.

  • #11

    Onur (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:50)

    Das Thema ist durchaus interessant gestaltet und gewählt, da wir eine andere Bedeutung von Social Media haben, als es in Afrika der Fall ist.

  • #12

    Alina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:53)

    Sehr gelungener Artikel, da ihr die Unterschiede innerhalb Afrikas gut beleuchtet habt.

  • #13

    Maggie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:54)

    Ein interessantes Thema. Ihr habt die Vor- und Nachteile gut dargestellt und den Text gut strukturiert, weswegen der Artikel gut zu lesen war.

  • #14

    Inga (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:56)

    Sehr informativer Beitrag, ich persönlich wusste nicht, dass soziale Netzwerke in Afrika so aktiv genutzt werden. Insgesamt ein gut strukturierter Text, dem man gut folgen kann. Interessant wäre es noch gewesen, wenn ihr abschließend eure eigene Meinung zu dem Thema geschildert hättet.

  • #15

    Justus (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:57)

    Das Thema ist auf der einen Seite sehr interessant, hätte aber vielleicht noch tiefgründiger dargestellt werden können.


Potentiel économique du Sénégal


Nous sommes intéressés à l'économie sénégalaise et à son potentiel, étant donné que nous sommes intéressés par les développements dans le futur, et nous voulons évaluer ces opportunités de développement au bout du compte.
Le Sénégal est situé à l'ouest de l'Afrique de l'Ouest, la capitale est Dakar. De la capitale, il y a une route ferroviaire à l'est et des autoroutes au nord, au sud et à l'est.
À l'ouest du pays se trouve l'océan Atlantique. Le Sahel est situé au nord et à l'est du Sénégal. La végétation se compose principalement de savanes sèches et épineuses. En raison des précipitations très variables dans le Sahel, l'agriculture est pratiquement impossible. Le pays est également très pauvre en ressources naturelles. Cependant, les arachides sont cultivées dans le nord du pays.
Le Sénégal est considéré comme un pays politiquement stable et orienté vers la réforme et le développement. Le pays est donc un facteur de stabilité en Afrique de l'Ouest. Pourtant, il y a quelques révoltes dans la partie sud du pays car elle n'est pas bien connectée à la partie nord du pays, parce que la Gambie se trouve au centre du pays et dévise le Sénégal en deux parties. En outre, il existe une forte inégalité des revenus au Sénégal. En particulier dans les zones rurales, il y a une grande pauvreté.
Le Sénégal est l'un des pays les moins avancés. Le taux de chômages’élevé à 48%, s’est très élévé. Beaucoup de crises alimentaires résultent de sécheresses causées par le climat sec et des précipitations variables. De plus, il y a souvent des problèmes d'énergie.En conséquence, de plus en plus des populations rurales migrent vers Dakar, ce qui entraîne une forte augmentation de la densité de population. En comparaison, cela crée un centre de pouvoir avec une force politique et économique plus forte. Tout le pays, à l'exception de la capitale Dakar, est aussi peu industrialisé.
Ces facteurs inhibent le développement.
Environ 17% de la population vit officiellement de l'agriculture, mais ce chiffre n'est pas exact car le secteur informel, dans lequel l'agriculture de subsistance est inclue, n’a pas été pris en compte. Les côtes sénégalaises sont surpêchées et n'offrent pas d'avenir durable à long terme. Comme déjà mentionné, une grande partie du pays se trouve au Sahel. En raison de précipitations variables, il y a beaucoup des sécheresses ou des inondations. Cela rend l'agriculture presque impossible. Ce phénomène sera encore renforcé par le changement climatique. De plus, les sols sont peu fertiles, ce qui complique encore l’agriculture. La surexploitation des terres agricoles contribue aussi à rendre les surfaces cultivées encore plus infertiles. La surexploitation des pâturages entraîne en outre le compactage du sol et le ronge des plantes déjà rares. Ceci est également renforcé par le défrichement des arbres (sur brûlis). Ces trois points conduisent à la désertification du pays. La croissance démographique intensifie l'ensemble du phénomène.
Alors que les conditions de l'agriculture se détériorent, beaucoup de gens se déplacent vers des villes où ils espèrent de meilleures conditions de vie. Cependant, ils sont souvent déçus. Il en résulte une augmentation des volumes d'eaux usées, des déchets et un manque d'eau potable.
Dans les alentours de la capitale, il y a surtout une activité industrielle. Il y a principalement l'industrie des métaux légers et l'extraction de minerais de métaux lourds. Environ un quart de la population vit de l'industrie.
En 2015, la croissance économique était d'un peu moins de 6,5 %. Cela s'explique par la quantité de précipitations supérieure à la moyenne, qui s'est accompagnée d'un rendement élevé des récoltes et d'exportations de ces produits vers les pays asiatiques. Il y a également eu une augmentation dans le domaine des services, ce qui est un développement positif car il y a des emplois mieux payés que dans l'agriculture. Il y a eu des nombreuses réformes économiques et des nombreux investissements dans les infrastructures. Les objectifs de l'aide au développement ont également été mis en œuvre. Le pays est ainsi également devenu plus intéressant pour les investisseurs privés.
Selon les estimations, on peut s'attendre à une nouvelle croissance économique dans les années à venir. A l'avenir, un aéroport sera construit près de Dakar, ce qui pourrait faire du Sénégal une place centrale ouest-africaine.
Actuellement, certaines centrales électriques sont également construites pour réduire les problèmes d'énergie. L'aide au développement est également utilisée pour la recherche sur les énergies renouvelables.
Les investisseurs privés, qui pourraient investir dans les secteurs des services et de l'industrie, pourraient également créer des nombreux emplois relativement bien payés, ce qui pourrait donner un nouvel encouragement à l'économie.
La désertification devrait également être réduite pour qu'une partie de la population puisse continuer à vivre de l'agriculture. Cela peut être fait en améliorant les techniques d'irrigation et en éduquant la population sur les conséquences de la désertification.
Toutefois, il est probable que seule la population urbaine pourra bénéficier de la croissance économique, car les régions rurales recevront peu de soutien des villes.
En résumé, le Sénégal devrait continuer à enregistrer une croissance économique à l'avenir. Toutefois, il faut veiller à ce que toutes les couches de la population puissent profiter de cette croissance économique.

 

Nous avons encore deux questions à vous :


-    Avez-vous remarqué une croissance économique ?

-    Quelle profession voulez-vous faire plus tard?


Sabrina et Thariga

 

 

 

Wirtschaftliches Potenzial vom Senegal

 

Wir haben uns mit der Wirtschaft Senegals und deren Potenzial auseinandergesetzt, da wir uns für zukünftige Entwicklungen interessieren, wollen wir am Ende diese Entwicklungsmöglichkeiten einschätzen.

 

Senegal liegt im Westen Westafrikas, die Hauptstadt ist Dakar. Von der Hauptstadt führen eine Eisenbahnstrecke nach Osten und Fernstraßen Richtung Norden, Süden und Osten.
Im Westen des Landes befindet sich der  Atlantische Ozean. Senegal liegt vor allem im nördlichen und östlichen Teil zu ⅔ im Sahel. Die Vegetation besteht überwiegend aus Dorn- und Trockensavannen. Aufgrund des sehr variablen Niederschlags im Sahel, ist Landwirtschaft kaum möglich. Ebenfalls ist das Land sehr rohstoffarm. Trotzdem werden im Norden Erdnüsse angebaut.

 

Senegal gilt als politisch stabiles Land und als reform- und entwicklungsorientert. Das Land bildet also einen Stabilitätsfaktor im Westen Afrikas. Jedoch gibt es einige Revolte im südlichen Teil des Landes, da es durch das in der Mitte liegende Gambia nicht gut an den nördlicheren Teil angebunden ist. Außerdem gibt es eine starke Ungleichverteilung des Einkommens im Senegal. Vor allem auf dem Land gibt es starke Armut.
Senegal zählt zu den Least Developed Countries. Es gibt mit 48% eine sehr hohe Arbeitslosenquote. Durch klimabedingte Dürren kommt es zu vielen Nahrungsmittelkrisen. Außerdem kommt es häufig zu Energieknappheiten.Daher kommt es immer mehr zu Abwanderungen der ländlichen Bevölkerung, welches zu einer stark erhöhten Bevölkerungsdichte in Dakar führt. So entsteht im Vergleich ein Machtzentrum mit einer erhöhten politischen und wirtschaftlichen Stärke. Das gesamte Land, außer der Hauptstadt Dakar, ist zugleich kaum industrialisiert.
Diese Faktoren hemmen die Entwicklung.

 

Ungefähr 17 % der Bevölkerung leben offiziell von der Landwirtschaft, jedoch ist die Angabe nicht genau, da der informelle Sektor, worin die Subsistenzwirtschaft zählt, nicht berücksichtigt wurde. Die senegalesischen Küsten sind überfischt und bieten keine langfristige und nachhaltige Zukunft. Wie bereits angesprochen, liegt ein großer Teil des Landes im Sahel. Durch sehr variablen Niederschlag kommt es häufig zu Dürren oder Überschwemmungen. Dies macht den Ackerbau kaum möglich. Durch den Klimawandel wird dies nochmals verstärkt. Dazu kommt, dass die Böden gering fruchtbar sind, welches den Anbau nochmals erschwert. Übernutzung der Anbauflächen führt auch dazu, dass die Anbauflächen noch unfruchtbarer werden, als jetzt. Ebenfalls führt die Überweidung der Weideflächen dazu, dass der Boden verdichtet wird und die bereits spärlich vorhandenen Pflanzen abgefressen werden. Durch (Brand-)Rodung der Bäume wird dies ebenfalls verstärkt. Diese drei Punkte führen zur Desertifikation des Landes. Durch das Bevölkerungswachstum wird das ganze Phänomen intensiviert.
Da die Bedingungen für die Landwirtschaft immer schlechter werden, ziehen viele Menschen in die Städte, wo sie auf bessere Lebensbedingungen hoffen. Jedoch werden sie häufig enttäuscht. Das Ergebnis sind höhere Mengen an Abwässer und Abfällen und ein erhöhter Trinkwassermangel.
In der Nähe der Hauptstadt gibt es überwiegend einen industriellen Schwerpunkt. Es gibt vor allem Leichtmetallindustrie und Bergbau von Schwermetallerzen. Ca. ¼ der Bevölkerung lebt von der Industrie.

 

Im Jahr 2015 ein Wirtschaftswachstum von knapp 6,5%. Dies kommt durch die überdurchschnittlich hohe Menge an Niederschlag, welche einen hohen Ernteertrag zur Folge hatte, die in asiatische Länder exportiert. Ebenso gab es einen Anstieg im Bereich der Dienstleistungen, welches eine positive Entwicklung ist, da es besser bezahlte Arbeitsplätzeals in der Landwirtschaft gibt. Es gab viele wirtschaftliche Reformen und es wurde ebenfalls in Infrastruktur investiert. Die Entwicklungshilfeziele wurden ebenfalls umgesetzt. Das Land wurde somit auch attraktiver für private Investoren.

 

In den zukünftigen Jahren ist Schätzungen zu Folge ein weiteres wirtschaftliches Wachstum zu erwarten. In Zukunft soll ein Flughafen in der Nähe von Dakar errichtet werden, welcher Senegal zum westafrikanischen Drehkreuz machen könnte.
Es werden im Moment auch einige Kraftwerke gebaut, um die Energieknappheiten zu verringern. Durch Entwicklungshilfe wird zugleich an erneuerbaren Energien geforscht.
Durch private Investoren, die in den Dienstleistungs- und Industriesektor investieren könnten, könnten auch viele relativ gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen, welches der Wirtschaft einen weiteren Aufschwung geben könnte.
Ebenfalls sollte man die Desertifikation verringern, damit auch in Zukunft ein Teil der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben kann. Dies kann durch verbesserte Bewässerungstechniken und Aufklärung der Bevölkerung geschehen.
Jedoch wird wahrscheinlich nur die Bevölkerung in den Städten vom wirtschaftlichen Wachstum profitieren können, da die ländlichen Regionen kaum von den Städten Unterstützung erhalten.

 

Zusammenfassen lässt sich sagen, dass Senegal auch in Zukunft vermutlich einen wirtschaftlichen Anstieg haben wird. Jedoch muss darauf, geachtet werden, dass alle Teile der Bevölkerung von diesem wirtschaftlichen Aufschwung profitieren können.

 

Wir haben noch zwei Fragen an Euch:

 

 

-       Merkt ihr etwas von dem Wirtschaftswachstum?

 

-       Was wollt ihr später mal als Beruf machen?

 

Sabrina und Thariga

 

 

 

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Kommentare: 13
  • #1

    Alina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:09)

    Sehr ausführlicher Beitrag und ich finds gut das ihr am Ende noch Fragen gestellt habt

  • #2

    Hugo (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:15)

    Sehr informierender Text & eine gut begründete Prognose

  • #3

    Emilia (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:18)

    Euer Artikel hat mir gut gefallen, ich finde das Thema interessant und gut, dass ihr das Land am Anfang vorgestellt und die Probleme thematisiert habt, damit man einen Eindruck bekommt, am Ende aber das Entwicklunspotenzial hervorgehoben habt, und Vorschläge zur Verbesserung der Wirtschaft gemacht habt.

  • #4

    Lucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:20)

    Mir gefällt sehr gut das ihr euren Text auf Französisch geschrieben habt, ihn aber auch noch auf Deutsch hochgeladen habt. Außerdem find ich es sehr schön das ihr noch Fragen gestellt habt.

  • #5

    maya (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:38)

    Sehr interesante Quellen herausgesucht mit vielen guten Angaben, um sich eine Vorstellung von der Lage zu machen.

  • #6

    Lena (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:48)

    Sehr ausführlich! Schön ist auch, dass ihr den gesamten Text noch einmal in ins Französische übersetzt habt.

  • #7

    Bennit (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:49)

    Sabrina und Thariga, ich finde euren Beitrag sehr gelungen und gut dargestellt.
    Zudem finde ich eure Idee sehr gut, dass ihr abschließend von eurem Beitrag offene Fragen an den Leser gestellt habt, sodass dieser den Text nicht nur mit den Informationen abschließt, sondern sich somit ergiebiger ein eigenes Bild schaffen kann.

  • #8

    Adrian (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:52)

    Ich fand es sehr gut, dass ihr am Ende Vorschläge zur Verbesserung der Wirtschaft eingebracht habt.

  • #9

    Maggie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:58)

    Ich finde es gut, dass ihr noch Fragen gestellt habt, da wir dadurch noch einmal zum Überlegen angeregt werden. Jedoch wären andere Fragen, die sich direkt auf das wirtschaftliche Potenzial vom Senegal beziehen, passender gewesen.

  • #10

    Justus (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:00)

    Ein sehr treffendes Thema, um die Umstände und das Land an sich vorzustellen. Damit wird ein Einblick in das Land unserer Partnerschule geschaffen.

  • #11

    Inga (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:00)

    Kurz gehaltener Text, indem aber alle wichtige Informationen enthalten sind. Ich finde es gut, dass ihr euch auf ein Land spezialisiert habt, meiner Meinung nach könnten eure Fragen am Ende sich jedoch mehr auf euer Thema beziehen.

  • #12

    Nicola (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:04)

    Ich finde euren Beitrag sehr gelungen, da ihr am Anfang eures Textes das Land, den Senegal, ausführlich beschrieben habt und auch intensiv auf die Nutzung des Landes eingegangen seid. Außerdem finde ich gut, dass ihr am Ende eures Textes Vorschläge zur Verbesserung der Situation gemacht habt und das Potenzial zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes hervorgehoben habt.

  • #13

    Houda (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:11)

    Sehr ausführlicher und ansprechender Text.


Changement des noms de rue dans le quartier africain de Berlin

Le "Quartier africain" de Berlin est situé dans le quartier du mariage du quartier Mitte et est le plus ancien et le plus grand des 30 quartiers coloniaux existants en Allemagne. Depuis les années 1990, environ 1 000 citoyens africains, principalement originaires du Ghana, du Cameroun et du Nigéria, ont été enrôlés, de sorte qu'environ 2 500 Africains sont actuellement officiellement enregistrés dans le quartier. Comme aucune autre partie de Berlin-Wedding, les visions du monde et les influences politiques sont reflétées dans les noms des rues, qui représentent l'histoire coloniale allemande.

Le nom des rues est né d'une euphorie coloniale que le Reich allemand avait capturée à l'époque. Avec la "Conférence du Congo" ou Conférence de l'Afrique de l'Ouest à Berlin en 1884/85, le continent africain fut arbitrairement divisé, ce qui déchira les colonies ancestrales des peuples africains. Pour l'empire allemand, cependant, il ne restait que relativement peu de choses; ils conquirent le Cameroun, le Togo, le sud-ouest allemand (aujourd'hui la Namibie), l'Afrique de l'Est allemande et Zanzibar (aujourd'hui la Tanzanie). Les premières routes du quartier africain portent le nom de ces "zones protégées". Les trois grandes figures de la politique africaine, Gustav Nachtigal, Franz Adolf Lüderitz et Carl Peters, ont également été honorés par des noms de rues. Ils avaient contribué à protéger des parties du continent pour les intérêts allemands, que ce soit sur le plan militaire ou par le biais de contrats d'achat, mais peu de considération a été accordée à la population indigène. Lorsque les colonies allemandes furent finalement perdues en 1918, il y eut d'autres noms de rue, parce qu'ils ne voulaient pas accepter le fait que la politique coloniale allemande ne devait plus exister.

Certains partis, initiatives antiracistes ou associations qui s'intéressent à l'histoire coloniale réclament depuis de nombreuses années le changement de nom des rues individuelles, la Lüderitzstraße, la Nachtigalplatz et la Petersallee étant les plus débattues. En 2011, les responsables politiques du district avaient convenu de ne pas rebaptiser le quartier, mais plutôt de promouvoir l'aménagement du Quartier africain en monument de la région, qui sera un lieu central d'apprentissage et de commémoration de l'histoire coloniale allemande. C'est dans cet esprit qu'une rubrique informative a déjà été créée et qu'un site Web mobile a été ajouté pour permettre aux visiteurs intéressés par l'histoire d'écouter des audioguides.

Néanmoins, le conseil municipal décida fin 2016 de rebaptiser Lüderitzstraße, Petersallee et Nachtigalplatz. Il faut leur donner de nouveaux noms, parce que les noms actuels rappellent des noms coloniaux et racistes. Les habitants ont été invités à soumettre de nouvelles propositions de noms qui, selon les souhaits du conseil de district, honorent "les personnalités - en particulier les femmes - du mouvement (post-)colonial de libération et d'émancipation des pays africains". Un jury a été constitué pour examiner les 196 candidatures présentées par des citoyens, dont six ont été présélectionnées: Nzinga de Matamba, Yaa Asantewaa, Martin Diobbe, Wangari Maathai, lauréate du prix Nobel de la paix, Rudolf Manga Bell et Miriam Makeba.

En supposant que le jury soit élu pour la première fois, il se pourrait bien que la Nachtigalplatz in Wedding s'appellera désormais Yaa-Asantewaa-Platz, que la Lüderitzstraße deviendra la Martin-Diobbe-Straße et que la Petersallee deviendra la Nzinga-von-Matamba-Allee.

Cependant, beaucoup de résidents locaux votent contre le changement de nom des rues, parce qu'environ 3000 l'habitants sont concernés, qui doivent changer leur adresse en cartes d'identité et documents de véhicule. Les habitants du Quartier Africain ne connaissent presque pas la signification des noms et les plaques commémoratives, qui permettent la classification historique des noms de rues, sont encore absentes. Beaucoup de gens croient que rendre l'histoire meilleure n'est pas en changeant les noms de rue, mais plutôt en ajoutant des explications aux noms de rue qui expliquent leur origine.

 

 

Macintosh HD:Users:MarionG:Downloads:Screenshot_20171206-181733.pngLüderitzstraße 

 

La Lüderitzstraße porte le nom de Franz Adolf Eduard von Lüderitz. Il est né le 16 Juillet 1834 à Brême. En 1878, il reprit le commerce de tabac de son père et tenta d'établir une succursale à Lagos, puis en Afrique de l'Ouest britannique.  Bien qu'il n'ait pas pu s'imposer face à la concurrence étrangère, il n' a pas renoncé à ses projets africains. Avec un partisan, il décida de fonder une colonie allemande en Afrique du Sud-Ouest. Lüderitz est devenu célèbre en raison de son soi-disant "mileage escroquerie". Le 1er mai 1883, il conclut un accord avec la population locale sur la prise en charge des terres de la baie d'Angra Pequena. Cependant, il a délibérément laissé ouverte la question de savoir si le contrat portait sur un total de 5 milles allemands (7,5 km) ou anglais (1,6 km). Lüderitz a par la suite assumé l'unité de mesure plus longue et les habitants n'ont pas pu s'affirmer malgré une forte résistance. En août de la même année, il a encore utilisé le même tour. Il a acquis une zone de 20 miles. Lüderitz écrivit à son médiateur:"Que Joseph Fredericks croie temporairement qu'il y a 20 milles anglais". Lüderitz s'en est aussi sorti avec cette fraude.  Adolf Lüderitz est décédé le 24 octobre 1886 à German-Afrique du Sud (aujourd'hui Namibie). La Baie d'Angra Pequena "Lüderitzbucht" a été attribuée pour commémorer le fondateur des claims allemands en Afrique du Sud-Ouest. En 1934, le « Reichspost »émet des timbres en l'honneur des colons allemands. En outre, comme ici à Berlin, les rues d'autres villes allemandes portent son nom.

Ma proposition de rebaptiser la rue est la lauréate du prix Nobel de la paix Wangari Maathai. Elle est l'un des noms de famille proposés, qui sera choisi si le jury vote contre l'un des trois favoris.

Wangari Maathai est née le 1er avril 1940 au Kenya et était professeur, scientifique, homme politique et depuis 2002 vice-ministre de la protection de l'environnement.  En 1977, elle initie le projet de reboisement "Green Belt Movement". Au fil des ans, un mouvement panafricain, aujourd'hui actif dans 13 pays, a fondé environ 600 pépinières et, jusqu'en 1993, a planté 30 millions de nouveaux arbres pour protéger contre l'érosion. Dans les années 1990, Maathai, dont l'engagement en faveur de la protection de l'environnement et des droits des femmes l' a amenée à s'opposer à plusieurs reprises à Daniel arap Moi, alors chef de l'État, a été emprisonnée et maltraitée à plusieurs reprises.

En 2004, elle a reçu le prix Nobel de la paix pour son engagement en faveur du "développement durable, de la paix et de la démocratie", faisant d'elle la première femme africaine à recevoir le prix Nobel de la paix.

Pour nous, Wangari Maathai est un excellent substitut d'Adolf Lüderitz. Grâce au changement de nom, un tricheur et colonialiste à Berlin n'est plus honoré par une rue, mais par une femme extraordinaire qui a fait de notre monde un endroit meilleur non seulement pour son pays, mais aussi par la protection de l'environnement et la politique des femmes et de la paix.

 

 

Macintosh HD:Users:MarionG:Downloads:Screenshot_20171206-181713.pngNachtigalplatz

 

Il est possible que les habitants de la Nachtigalplatz vivront bientôt à Nzingaplatz ou Miriam Makebaplatz. Comme nous l'avons déjà mentionné, de nombreux citoyens berlinois ont le souci de changer les noms des rues du quartier africain, y compris ceux de la Nachtigalplatz. La Nachtigalplatz est une place dans le quartier africain du quartier berlinois de Wedding. Il porte le nom du chercheur africain et homme politique colonial Gustav Nachtigal. Cela a conduit à plusieurs reprises à des conflits violents depuis les années 2000, puisque Nachtigal a été l'un des moteurs du colonialisme allemand en Afrique, selon les critiques. Le nom de Gustav Nachtigal est controversé. Le "fondateur des colonies allemandes en Afrique" a conquis les territoires ouest-africains avec l'aide de l'armée allemande en tant que Commissaire Reichs pour l'Afrique de l'Ouest et les a occupés avec violence pour l'Allemagne. Comme dans le cas des autres rues et places du quartier africain ayant une histoire de dénomination similaire, cela a conduit pendant des décennies à une controverse sur le nom, son utilisation et son éventuel changement de nom. Il existe de nombreuses rues ou places qui portent le nom de Nachtigal, pas seulement àBerlin, Cologne, Wiesbaden, Brandebourg, Mannheim ou Halle, où une école porte son nom.Mais aussi en Afrique elle-même. Par exemple en Namibie. Dans la capitale, Windhoek. Gustav Nachtigal (1834-1885) a été Reichskommissar pour l'Afrique de l'Ouest pendant un an.

En 1872, Gustav Nachtigal accompagna des chasseurs d'esclaves au Tchad. Le voyage avec les guerriers de Bagirmi semblait être un voyage en enfer pour Nachtigal. Il a vu les Bagirmi attaquer village après village dans la région du Tchad d'aujourd'hui pour capturer de nouveaux esclaves, notamment au nom de leur religion. Cependant, deux ans plus tard, Bismarck persuade cependant Nachtigal de devenir commissaire du Reich pour l'Afrique de l'Ouest allemande, ce qui enflamme la critique actuelle. Dans ses lettres, Nachtigal a suggéré qu'il pourrait lutter activement contre la traite des esclaves dans le cadre de ses nouvelles fonctions. Néanmoins, il place le Togo et le Cameroun sous "protection allemande" à l'époque et certifie Adolf Lüderitz ses propriétés douteusement acquises en Namibie d'aujourd'hui. En raison de ces actions négatives de Gustav Nachtigal, il ya beaucoup de noms proposés comme un substitut. Les propositions devaient répondre à certaines exigences. La personne est active depuis longtemps dans la résistance contre le colonialisme/racisme. C'est une organisation internationale, surtout sur le continent africain, avec la diaspora africaine ou une personne reconnue par l'UNESCO. Le Juri Wangari Maathai, Nzinga de Matamba, Rudolf Manga Bell et la chanteuse Miriam Makeba ont proposé comme "noms de substitution". 196 suggestions de noms avaient été faites par les citoyens à la demande du district. La chanteuse sud-africaine Miriam Makeba (1932-2008) lutte contre l'apartheid en Afrique du Sud depuis son exil en 1960 et milite pour les droits de l'homme. En 1964 et 1975, Makeba a parlé à l'ONU de la terreur de l'apartheid et en 1986, elle a reçu le prix Dag-Hammerskjold pour la paix. Par son engagement et sa volonté d'aider les autres, elle est digne de dévouement dans le quartier africain.

En raison des arguments mentionnés ci-dessus et du fait que Nzinga est également connu comme un seigneur de guerre et un marchand d'esclaves, nous avons décidé que Miriam Makeba est une personne convenable pour dédier une rue / lieu à. Elle a défendu les autres et se distingue par ses actions positives.

 

 

Macintosh HD:Users:MarionG:Downloads:Screenshot_20171206-181724.pngPetersalle 

 

Avec Petersallee les choses sont un peu différentes. L` avenue a été nommé en 1939 d'après le politicien colonial et le "fondateur" de l'ancienne colonie "German East Africa" (aujourd'hui Tanzanie, Burundi et Rwanda) Carl Peters, qui a également été appelé Häng-Peters en raison de sa brutalité. La rue a été inaugurée de nouveau en 1986 à l'insistance des habitants en Hans Peters, politiciens de la CDU. Il était combattant de la résistance contre les national-socialistes. En conséquence, les premiers panneaux explicatifs ont été apposés dans le quartier colonial de Berlin. Sur ces panneaux on peut lire: "Prof. Hans Peters, conseiller municipal (1896 - 1966)". Selon Sabine Weißler, conseillère municipale pour la formation continue, la culture, l'environnement et la protection de la nature dans le district de Mitte, personne ne sait que derrière le nom de Peters, il y a maintenant une autre personne et que les gens associent encore la Petersallee au colonialiste Carl Peters.

Le changement du nom de Peters soit considerer des critères suivantes: La référence à l'histoire coloniale allemande d'Afrique de l'Est et la perspective du souvenir. Cela signifie que les résistants aux puissances coloniales et aux structures racistes et coloniales doivent être honorés.

Le premier choix du jury pour un autre nom de Petersallee était Nzinga-von-Matamba-Allee. Matamba (1583-1663) était une reine de l'empire de Ndongo et a défendu son empire contre les envahisseurs portugais dans ce qui est maintenant l'Angola. Malheureusement son nom n'est pas non plus immaculé, car Matamba a livré des dizaines de milliers d'esclaves au Hollandais.  Pour cette raison, la dénomination selon Matamba n'est pas seulement acceptée. Toutefois, Weißler souligne que le jury a discuté de ce problème. En fin de compte, la majorité de la jury a accepté que Matamba soit célébrée comme une héroïne en Afrique. Le nommage reste ouvert. Nous nous demandons aussi pourquoi le nom actuel ne peut pas être conservé. Appuyée par des tableaux d'information, l'histoire de la dénomination pourrait être communiquée et la critique pourrait également avoir lieu dans le cadre de visites guidées. Ainsi, Carl Peters n'est plus confondu avec Hans Peters.

 

Interview

Lors de notre visite au Quartier Africain, nous avons interviewé 15 personnes de la banlieue sur la situation actuelle, nous avons interrogé différents groupes d'âges et sommes arrivés à la conclusion que l'opinion des habitants est très partagée. Certains répondants estiment que les noms des rues coloniales devraient disparaître et être changés contre d'autres propositions. D'autres considèrent que ce changement d'adresse n'est pas nécessaire et ne veulent pas participer au stress résultant du changement d'adresse.

 

Conclusion

 En principe, nous considérons positivement le changement de nom des rues du quartier africain. Surtout dans la Lüderitzstraße et la Nachtigallplatz, il ne donne pas d'arguments contre un changement, mais de nombreux arguments en faveur d'un tel changement. Le Petersalle pourrait aussi échapper à sa mauvaise réputation. Bien sûr, vous pouvez mettre en place des points d'information, mais cela n' a pas vraiment d'effet. Nommer les routes d'après des gens qui ont travaillé dur pour les autres et accompli de bonnes choses dans le monde n'est vraiment pas une mauvaise idée, et même si l'honneur des colonialistes peut encore être révoqué, il n' y a aucune raison pour que les routes ne soient pas renommées. Cela ne signifie pas non plus que les résidents doivent se rendre au bureau municipal et changer d'adresse.

 

De Maya, Inga, Maggie et Justus

 


Straßennamenänderung im Afrikanischen Viertel

Berlins "Afrikanisches Viertel" liegt im Ortsteil Wedding im Bezirk Mitte und ist das älteste und flächenmäßig größte der noch etwa 30 vorhandenen Kolonialviertel Deutschlands. Seit den 1990er Jahren sind ca. 1000 afrikanische Staatsbürger vor allem aus Ghana, Kamerun und Nigeria zugezogen, sodass aktuell rund 2500 Afrikaner offiziell in dem Viertel gemeldet sind. Wie in keinem anderen Teil von Berlin-Wedding spiegeln sich Weltanschauungen und politische Einflüsse in den Straßennamen wider, welche die deutsche Kolonialgeschichte repräsentieren.

 

Die Benennung der Straßen erfolgte aus einer kolonialen Euphorie heraus, die das Deutsche Reich damals erfasst hatte. Mit der "Kongo-Konferenz" oder Westafrika-Konferenz in Berlin 1884/85 wurde der afrikanische Kontinent willkürlich aufgeteilt, wobei neue Grenzen die angestammten Siedlungsräume der afrikanischen Völker zerrissen. Für das Deutsche Reich blieb jedoch vergleichsweise wenig übrig, sie eroberten Kamerun, Togo, Deutsch-Südwest (heute Namibia), Deutsch-Ostafrika und Sansibar (heute Tansania). Nach diesen so genannten "Schutzgebieten" wurden die ersten Straßen im Afrikanischen Viertel benannt. Auch die drei wichtigen Persönlichkeiten der Afrikapolitik; Gustav Nachtigal, Franz Adolf Lüderitz und Carl Peters wurden mit Straßennamen geehrt. Sie hatten dazu beigetragen, Teile des Kontinents militärisch oder durch Kaufverträge für deutsche Interessen zu sichern, wobei jedoch nur wenig Rücksicht auf die Urbevölkerung genommen wurde. Als es schließlich 1918 zu dem Verlust der deutschen Kolonien kam erfolgten weitere Straßenbenennungen, da man sich nicht damit abfinden wollte, dass es die deutsche Kolonialpolitik nicht mehr geben sollte.

 

Einige Parteien, antirassistische Initiativen oder Vereine, die sich mit der kolonialen Geschichte beschäftigt haben, fordern schon seit vielen Jahren die Umbenennung einzelner Straßen, wobei die Lüderitzstraße, der Nachtigalplatz und die Petersallee am heftigsten diskutiert werden. 2011 hatten sich Bezirkspolitiker darauf geeinigt, von Umbenennungen abzusehen und vielmehr die Entwicklung des Afrikanischen Viertels zu einem Flächendenkmal zu fördern, welches einen zentralen Lern- und Gedenkort für die deutsche Kolonialgeschichte darstellen soll. Mit diesem Gedanken ist bereits eine informative Stele entstanden, inzwischen ist eine mobile Website hinzugekommen, bei der sich historisch interessierte Besucher Audioguides anhören können.

 

Trotzdem beschloss die Bezirksverordnetenversammlung Ende 2016 die Umbenennung der Lüderitzstraße, der Petersallee und des Nachtigalplatzes. Diese sollen neue Namen bekommen, weil die jetzigen an Kolonialisten und Rassisten erinnern. Dabei wurden die Bewohner aufgefordert neue Namensvorschläge einzureichen, die nach dem Wunsch der Bezirksverordnetenversammlung "Persönlichkeiten-insbesondere Frauen-der (post-)kolonialen Befreiungs- und Emanzipationsbewegung aus Ländern Afrikas" ehren. Dazu wurde eine Jury gebildet, die die insgesamt 196 eingereichten Namensvorschläge der Bürger diskutierte, von denen sechs in die engere Auswahl kamen: Nzinga von Matamba, YaaAsantewaa, Martin Diobbe, die Friedensnobelpreisträgerin WangariMaathai, Rudolf Manga Bell und Miriam Makeba.

 

Wenn man von der Erstwahl der Jury ausgeht, könnte es also sein, dass der Nachtigalplatz in Wedding künftig Yaa-Asantewaa-Platz heißt, die Lüderitzstraße zur Martin-Diobbe-Straße wird und die Petersallee zur Nzinga-von-Matamba-Allee.

 

Allerdings stimmen viele Anwohner gegen die Straßenumbenennungen, denn es sind rund 3000 Weddinger betroffen, die ihre Anschrift in Ausweisen und Fahrzeugpapieren ändern lassen müssen. Den Bewohnern des Afrikanischen Viertels ist die Bedeutung der Namen nahezu unbekannt und auch Gedenktafeln, die eine historische Einordnung der Straßenbezeichnungen ermöglichen, fehlen bis heute. Viele sind der Meinung dass man Geschichte nämlich nicht dadurch besser macht, indem man Straßennamen ändert, vielmehr sollte den Straßennamen Erläuterungen beigefügt werden, mit dem ihr Ursprung erklärt wird.

 

 

 

Macintosh HD:Users:MarionG:Downloads:Screenshot_20171206-181733.pngLüderitzstraße

 

Die Lüderitzstraße ist nach Franz Adolf Eduard von Lüderitz benannt. Dieser wurde am 16. Juli 1834 in Bremen geboren. Er übernahm 1878 das Tabakgeschäft seines Vaters und versuche in Lagos, damaligem Britisch- Westafrika eine Niederlassung zu gründen.  Obwohl er sich gegen die ausländische Konkurrenz nicht durchsetzen konnte, gab er seine Afrika Pläne nicht auf. Mit einem Unterstützer fasste er den Beschluss eine deutsche Kolonie in Südwestafrika zu gründen. Bekannt wurde Lüderitz durch seinen sogenannten „Meilenschwindel“. Dabei schloss er am 1. Mai 1883 einen Vertrag mit Einheimischen ab über die Übernahme des Landes in der Bucht von AngraPequena. Dabei ließ er aber absichtlich offen ob s sich bei dem Vertrag um insgesamt 5 deutsche Meilen (7,5km) oder um englische Meilen (1,6 km) handelte. Lüderitz ging später von der längeren Maßeinheit aus und die Einheimischen konnten sich trotz heftigem Wiederstand nicht durchsetzten. Auch im August des gleichen Jahres wandte er den gleichen Trick noch einmal an. Dabei erwarb er ein Gebiet das 20 Meilen groß war. An seinen Vermittler schrieb Lüderitz: „Lassen Sie Joseph Fredericks aber vorläufig in dem Glauben, dass es 20 englische Meilen sind.“. Auch mit diesem Betrug kam Lüderitz davon. Die „Meilenschwindel“ brachten Lüderitz den Spottnamen „Lügenfritz“. Adolf Lüderitz starb am 24. Oktober 1886 in Deutsch- Südafrika (heut Namibia). Zur Erinnerung an den Begründer der deutschen Ansprüche in Südwestafrika wurde der Bucht von AngraPequena „Lüderitzbucht“ verliehen. 1934 brachte die deutsche Reichspost Briefmarken zu ehren an die deutschen Kolonialisten heraus. Außerdem sind wie hier in Berlin auch Straßen in anderen Städten Deutschlands nach ihm benannt.

 

Mein Vorschlag für die Umbenennung der Straße ist die Friedensnobelpreisträgerin WangariMaathai. Sie gehört zu den vorgeschlagenen Ersatznamen, welche ausgewählt werden falls die Jury gegen einen der drei Favoriten stimmt.

 

WangariMaathai wurde am 1. April 1940 in Kenia geboren und war eine  kenianischeProfessorinWissenschaftlerinPolitikerin und ab 2002 stellvertretende Ministerin für Umweltschutz.  Im Jahr 1977 rief sie das Aufforstungsprojekt „Green Belt Movement“ (Grüngürtel-Bewegung) ins Leben. Im Laufe der Jahre wurde hieraus eine panafrikanische Bewegung, die mittlerweile in 13 Ländern aktiv ist, etwa 600 Baumschulen gründete und bis 1993 zum Schutz vor Erosion 30 Millionen Bäume neu pflanzte. In den 1990er Jahren wurde Maathai, deren Engagement für Umweltschutz und Frauenrechte sie immer wieder in Opposition zum damaligen Staatschef Daniel arap Moi brachten, mehrmals inhaftiert und misshandelt. Bereits 1984 war sie für ihre Arbeit in der 1977 von ihr gegründeten Bewegung Green Belt Movement mit dem RightLivelihood Award (dem sogenannten Alternativen Nobelpreis) ausgezeichnet worden.

 

2004 erhielt sie den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für „nachhaltige Entwicklung, Frieden und Demokratie“ und ist so die erste afrikanische Frau, die den Friedennobelpreis erhielt.

 

Unserer Meinung ist WangariMaathai ein hervorragender Ersatz für Adolf Lüderitz. Durch die Namensänderung wird ein Betrüger und Kolonialist in Berlin nicht mehr durch eine Straße geehrt, sondern eine außergewöhnliche Frau, welche nicht nur viel für ihr Land, sondern auch durch Umweltschutz und Frauen- und Friedenspolitik unsere Welt zu einem besseren Ort gemacht hat.

 

 

 

Macintosh HD:Users:MarionG:Downloads:Screenshot_20171206-181713.pngNachtigalplatz

 

Es könnte sein, dass die Anwohner vom Nachtigalplatz bald am Nzingaplatz wohnen oder am Miriam Makebaplatz. Wie bereits erwähnt gibt es von vielen Bürgern in Berlin das Anliegen die Straßennamen im Afrikanischen Viertel zu ändern, mit unter den des Nachtigalplatzes. Der Nachtigalplatz ist ein Platz im Afrikanischen Viertel im Berliner Ortsteil Wedding. Benannt ist er nach Afrikaforscher und Kolonialpolitiker Gustav Nachtigal Dies führte seit den 2000er Jahren immer wieder zu heftigen Konflikten, da Nachtigal nach Ansicht der Kritiker zu den treibenden Kräften des deutschen Kolonialismus in Afrika gehört hat. Gustav Nachtigal als Namensgeber ist umstritten. Der „Begründer der deutschen Kolonien in Afrika“ eroberte als Reichskommissar für Westafrika Gebiete in Westafrika mit Hilfe der deutschen Armee und besetzte diese mit Gewalt für Deutschland. Wie bei anderen Straßen und Plätzen des Afrikanischen Viertels mit ähnlicher Benennungsgeschichte führt dies seit Jahrzehnten zum Streit um den Namen, den Umgang damit und eine mögliche Umbenennung. Es gibt viele Straßen oder Plätze, die nach Nachtigal benannt sind, nicht nur in Berlin, Köln, Wiesbaden, Brandenburg, Mannheim oder Halle, wo auch eine Schule seinen Namen trägt. Sondern durchaus auch in Afrika selbst. Zum Beispiel in Namibia. Dort in der Hauptstadt Windhoek.

 

Gustav Nachtigal (1834-1885) war ein Jahr lang Reichskommissar für Deutsch-Westafrika. 1872 begleitete Gustav Nachtigal Sklavenjäger im Tschad. Die Reise mit den Bagirmi-Kriegern kam Nachtigal wie eine Reise in die Hölle vor. Er musste mit ansehen, wie die Bagirmi im Gebiet des heutigen Tschad ein Dorf nach dem anderen überfielen, um neue Sklaven zu erbeuten - nicht zuletzt im Namen ihrer Religion. Dennoch ließ sich Nachtigal von Bismarck zwei Jahre später überreden, Reichskommissar für Deutsch-Westafrika zu werden – daran entzündet sich die aktuelle Kritik. Zwar deutete Nachtigal in seinen Briefen an, er könne in seiner neuen Funktion den Sklavenhandel aktiv bekämpfen. Dennoch stellte er damals Togo und Kamerun unter "deutschen Schutz" und beglaubigte Adolf Lüderitz seine auf zweifelhafte Weise erworbenen Ländereien im heutigen Namibia. Durch diese negativen Handlungen von Gustav Nachtigal gibt zahlreiche Namensvorschläge als Ersatz. Dabei mussten die Vorschläge gewissen Anforderungen entsprechen. Die Person war langanhaltend im Widerstand gegen Kolonialismus /Rassismus aktiv. Sie ist eine international, vor allem auf dem afrikanischen Kontinent, bei der afrikanischen Diaspora oder von der UNESCO anerkannte Person. Als „Ersatznamen“schlug die Juri WangariMaathai, Nzinga von Matamba, Rudolf Manga Bell, sowie die Sängerin Miriam Makeba vor. 196 Namensvorschläge hatten Bürger auf Bitten des Bezirks gemacht. Am häufigsten nannten sie die südafrikanische Sängerin Miriam Makeba. Die südafrikanische Sängerin Miriam Makeba (1932-2008) kämpfte seit ihrem Exil 1960 gegen die Apartheid in Südafrika und setzte sich für die Menschenrechte ein. 1964 und1975 sagte Makeba vor der UNO über den Apartheids-Terror aus, 1986 erhielt sie den Dag-Hammerskjold-Friedenspreis. Durch ihr Engagement und ihren Willen sich für andere Menschen einzusetzen, ist sie der Widmung im Afrikanischen Viertel würdig. Aufgrund der genannten Argumente und das Nzinga unter anderem als Kriegsherrin und Sklavenhändlerin bekannt ist, haben wir uns dafür entschieden, dass Miriam Makeba eine geeignete Person ist, welcher man eine Straße/Platz widmen kann. Sie hat sich für andere Menschen eingesetzt und sticht durch ihre positiven Handlungen hervor.

 

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Petersalle

 

Bei der Petersallee ist die Sache etwas anders. Sie wurde 1939 nach dem Kolonialpolitiker und dem »Begründer« der ehemaligen Kolonie »Deutsch-Ostafrika« (heute Tansania, Burundi und Ruanda) Carl Peters benannt, der wegen seiner Brutalität auch Hänge-Peters genannt wurde. Die Straße wurde 1986 auf Drängen der Anwohner bereits umgewidmet und ehrt seitdem den Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten und CDU-Politiker Hans Peters. Daraufhin wurden die ersten und bis heute einzigen Erklärungsschilder in Berlins Kolonialviertel angebracht. Auf diesen steht seit damals »Prof. Dr. Hans Peters, Stadtverordneter (1896 – 1966)«. Laut Sabine Weißler, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz im Bezirk Mitte, weiß aber niemand, dass sich hinter dem Namen Peters nun ein anderer Mensch verbirgt und die Leute würden die Petersallee immer noch mit dem Kolonialisten Carl Peters in Verbindung bringen.

 

Bei der Umbenennung der nach Peters benannten Straße wird gefordert den Bezug zur deutschostafrikanischen Kolonialgeschichte beizubehalten, aber die Perspektive der Erinnerung umzukehren. Das heißt, dass Personen des Widerstandes gegen die Kolonialmächte und gegen rassistische und koloniale Strukturen geehrt werden sollten.

 

Die erste Wahl der Jury für einen alternativen Namen der Petersallee fiel auf Nzinga-von-Matamba-Allee. Matamba (1583-1663) war eine Königin des Reiches Ndongound hat ihr Reich im heutigen Angola gegen portugiesische Invasoren verteidigt. Leider ist auch ihr Name nicht unbefleckt, denn Matamba lieferte den Holländern Zehntausende von Sklaven.  Aus diesem Grunde findet die Namensgebung nach Matamba nicht nur Zustimmung. Weißler betont jedoch, dass die Jury dieses Problem diskutiert hat. Man habe am Ende mehrheitlich akzeptiert, dass Matamba in Afrika als Heldin gefeiert wird. Die Namensgebung bleibt weiterhin offen. Wir selbst fragen uns auch, warum der jetzige Name nicht beibehalten werden kann. Unterstützt durch Informationstafeln könnte die Geschichte der Namensgebung vermittelt werden und eine kritische Auseinandersetzung auch in Führungen stattfinden. So wird Carl Peters nicht mehr mit Hans Peters verwechselt.

 

 

 

Interview

 

Auf unserer Exkursion in das Afrikanische Viertel haben wir ein Interview geführt, bei dem wir 15 Personen Vorort zu der aktuellen Lage befragt haben, Dabei haben wir unterschiedliche Altersgruppen befragt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Meinung der Bewohner sehr gespalten ist. Ein Teil der Befragten sind der Meinung, dass die kolonialen Straßennamen verschwinden sollen und gegen andere Vorschläge geändert werden sollen. Andere Person empfinden diese Umbenennung als Überflüssig und wollen den daraus resultierenden Stress der Adressenänderung nicht mitmachen.

 

 

Fazit 

 

Den Namensänderungen der Straßen im afrikanischen Viertel stehen wir grundsätzlich positiv gegenüber. Vor allem bei der Lüderitzstraße und dem Nachtigallplatz gibt er keine Argumente die gegen eine Änderung sprechen, jedoch viele dafür. Auch die Petersalle könnte so von ihrem schlechte Ruf wegkommen. Natürlich kann man Informationspunkte aufstellen aber eine wirklich starke Wirkung hat dies nicht. Straßen nach Menschen zu benennen, die sich für andere Menschen eingesetzt haben und gutes auf der Welt geleistet haben ist nun wirklich keine schlechte Idee und wenn dabei auch noch die Ehrung von Kolonialisten aufheben kann spricht doch eigentlich kein Punkt gegen die Umbenennung der Straßen. Auch nicht, dass die Anwohner zum Bürgeramt laufen müssen und ihre Anschrift ändern müssen.

 

 

 

Kommentare: 6
  • #6

    Nicola (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:11)

    Ein sehr gelungener Beitrag, der sehr informativ und ausführlich geschrieben ist. Außerdem finde ich es sehr gut, dass ihr eure eigenen Bilder für euren Artikel benutzt habt und in das Viertel gefahren seid, um mehrere Leute zu der Situation zu befragen.

  • #5

    Hugo (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:03)

    Ein Thema, dass wahrscheinlich unter den Bewohnern des Afrikanischen Viertels sehr umstritten ist. Sehr gut, dass ihr für beide Seiten der Straßen-Umbenennung Argumente genannt habt und zu einem begründeten Schluss gekommen seit.

  • #4

    Lucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 16:02)

    Sorry für die zwei Rechschreibfehler in meinem Kommentar...*ward *eigene

  • #3

    Sabrina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:41)

    Ein sehr gut ausgewähltes Thema, mit dem sich nicht jeder beschäftigt. Sehr informativ und man hat viel Neues gelernt. Es ist gut, dass sich mit diesem Thema in der Politik und hier im Unterricht beschäftigt wird, da es sonst viel zu kurz kommt und nicht jeder etwas darüber erfährt.

  • #2

    alina (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:39)

    Sehr toller Beitrag. Er ist sehr informativ und interessant, da ich mich davor über die aktuelle Situation noch nicht informiert habe und nun besser bescheid weiß.

  • #1

    Lucie (Donnerstag, 14 Dezember 2017 15:22)

    Ich finde es sehr schön, dass ihr selber persönlich in dem Afrikanischen- Viertel in Berlin wart und eigenen Bilder in euren Artikel eingebracht habt.

Südafrika - Disparitäten

 (auf deutsch)

 

Ursachen der  Disparitäten

In Südafrika herrschen anhaltende Disparitäten. Doch woher stammen diese?

Als räumliche Disparität bezeichnet man ein Nebeneinander von Ungleichem. Diese Ungleichverteilung bezieht sich einmal auf soziale (Lebensverhältnisse) und wirtschaftliche Indikatoren (Arbeitsverhältnisse und Wirtschaftszeitung)

Viele dieser Disparitäten lassen sich auf die damalige Apartheid zurückzuführen. Noch heutzutage werden Schwarze in Südafrika weitaus schlechter bezahlt, als Weiße. Die schwarze Bevölkerung lebte in Zeiten der Apartheid in so genannten Townships, welche als Wohngegend in der Nähe der Großstädte. Durch diese Townships wollte man eine Rassentrennung schaffen und eine separate Entwicklung der Gruppen. Ein großer Teil der schwarzen Mehrheitsbevölkerung wurde auf diese Weise in Südafrika desintegriert.

 

Mit dem Ende der Apartheid wurden die Townships oder auch Homelands in die neuen und strukturell veränderten Provinzen der Republik Südafrika integriert. Doch Südafrika hat noch heute mit den sozioökonomischen und infrastrukturellen Auswirkungen der getrennten Entwicklung zu kämpfen. Die Gebiete der ehemaligen Homelands sind am geringsten entwickelt, haben partiell sehr große Bevölkerungsdichten und das geringste Pro-Kopf-Einkommen. Durch den niedrigen Lebensstandard in den Townships ist das Krankheitsrisiko sehr hoch und die Lebenserwartung niedrig. Manche Bevölkerungsgruppen schaffen es nach Abschaffung der Apartheid dennoch nicht aus der Armut und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als weiterhin in den Townships zu leben. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer.

 

 

 

Problematik der Disparitäten   

Eins der auffälligsten Merkmale der südafrikanischen Gesellschaft ist die Chancenungleichheit innerhalb der Bevölkerung und die Ungleichheit der Lebensbedingungen. Südafrika wird lauf Weltbankklassifikation als „Upper Middle-Income-Country“ kategorisiert, jedoch wird bereits bei der Auseinandersetzung mit einigen Wohlstandsindikatoren deutlich, dass hinter dieser Klassifikation ein Durschnittswert steht, welcher die Realitäten der Lebensbedingungen eines großen Teils der Bevölkerung verdeckt. Der Human Development Report für Südafrika (UNDP 2003) geht davon aus, dass ca. 50% der südafrikanischen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt und dass in den letzten Jahren keine wesentliche Verbesserung zu verzeichnen ist. Im Jahre 1995 lebten demnach ca. 51,1% unterhalb der nationalen Armutsgrenze; im Jahr 2002 waren es 48,5%. Dieser relative Rückgang bedeutet wegen des Bevölkerungswachstums tatsächlich einen nominalen Anstieg; die Zahl der Armen wuchs im Zeitraum von  1995 bis 2002 von 20,2 auf 21,9 Millionen. Des Weiteren stieg die offizielle Arbeitslosenquote in Südafrika von 20% (1994)) auf 29,5% im Jahre 2001.

 

Die sozioökonomischen Disparitäten sind in kaum einem anderen Staat größer als in Südafrika. So verfügen die reichsten 7% der Gesellschaft über 40% des in Südafrika erwirtschafteten Jahreseinkommens, während die ärmsten 50% der Bevölkerung nur etwa 11% des Gesamteinkommens zur Verfügung haben. Der GINI-Koeffizient für Afrika, also die Verteilung des Einkommens innerhalb eines Landes oder einer Region, ist der dritthöchste der Welt. Er lag 1995 bei 0,596 und wuchs bis 2001 sogar auf 0,635. Ein Koeffizient von 1,0 zeigt dabei die absolute Ungleichverteilung und 0,0 die absolute Gleichverteilung an. Schlussfolgernd kann man an diesen drastischen Werten erkennen, wie ungleichverteilt das Einkommen in Afrika ist.

 

 

 

 

Lösungsvorschläge für den Abbau von Disparitäten

Durch die bisher genannten extremen Disparitäten in Südafrika entstand quasi eine „Teilung“  der Bevölkerung.

Lösungen sind schwer in der Praxis um zusetzten, dennoch gibt es mögliche.

Zu erst einmal ist Korruption ein großes Problem. Geld wird häufig von mächtigen Politikern unterschlagen, worunter die Bevölkerung leidet. Aus diesem Grund soll Korruption verhindert werden. Generell haben häufig afrikanische Länder mit Korruption zu kämpfen. Reiche Politiker, welche in großen Häusern leben und eine übrig gebliebene, arme Bevölkerung sind die Folgen.

Sollte die Korruption gestoppt werden, was sich natürlich theoretisch sehr einfach sagen lässt, würde die Bevölkerung stark profitieren und die Kluft zwischen ärmlichen Einwohnern und reichen Politikern verringern.

 

Ein weiterer möglicher Lösungsvorschlag ist die Armutsrate schrittweise abzubauen. Wenn die Ärmeren immer ärmer werden, wird die Kluft zwischen arm und reich demnach auch immer größer. Um Armut zu bekämpfen, sollte man jedem Kind Zugang zu Bildungseinrichtungen gewährleisten, denn aus guter Bildung resultieren bessere Chancen auf eine gute Arbeit und somit auf einen besseren Verdienst.

Des Weiteren gilt der allgemeine Grundsatz, dass die Lebensstandards in Südafrika verbessert werden sollten. Durch immer noch bestehende Townships (Wohnsiedlungen, welche eine geringe Infrastruktur sowie eine stark steigende Bevölkerungszahl aufweisen) ist eine schwierige Lebenssituation für die ärmere Bevölkerung vorhanden. Kriminalität, Armut, Hunger und Krankheiten bestimmen die Wellblechhütten-Siedlungen (obwohl natürlich auch Differenzen bestehen, manche haben sich auch sehr entwickelt in den letzten Jahren).

Sollten sich die allgemeinen Lebensstandards verbessern, würde sich auch die starke Differenz zwischen Arm und Reich verändern.

Insgesamt ist es natürlich einfach Lösungsvorschläge in der Theorie zu formulieren, diese dann in der Praxis umzusetzen ist die wirkliche Arbeit.

 

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(auf französisch)

Afrique du Sud - Disparités

 

Causes des disparités

Les disparités persistent en Afrique du Sud. Mais d'où viennent-ils?

Une disparité spatiale est une juxtaposition d'éléments inégaux. Cette répartition inégale se réfère une fois aux indicateurs sociaux (conditions de vie) et économiques (conditions d'emploi et journal économique).

Beaucoup de ces disparités peuvent être attribuées à l'apartheid de l'époque. Aujourd'hui encore, les Noirs d'Afrique du Sud sont encore beaucoup moins payés que les Blancs. La population noire vivait à l'époque de l'apartheid dans ce qu'on appelait les townships, qui étaient utilisés comme zone résidentielle près des grandes villes. Le but de ces townships était de créer une ségrégation raciale et un développement séparé des groupes. Une grande partie de la population noire majoritaire a ainsi été désintégrée en Afrique du Sud.

 

Avec la fin de l'apartheid, les townships ou les pays d'origine ont été intégrés dans les nouvelles provinces de la République d'Afrique du Sud, qui ont changé de structure. Cependant, l'Afrique du Sud est encore aujourd'hui aux prises avec les conséquences socio-économiques et infrastructurelles de son développement séparé. Les régions des anciennes terres d'origine sont les moins développées, ont des densités de population partiellement très élevées et le revenu par habitant le plus faible. En raison du faible niveau de vie dans les townships, le risque de maladie est très élevé et l'espérance de vie est faible. Cependant, certains groupes de population ne parviennent pas à sortir de la pauvreté après l'abolition de l'apartheid et n'ont donc pas d'autre choix que de continuer à vivre dans les townships. Le fossé entre riches et pauvres se creuse.

 

 

 

Problème de disparités  

L'une des caractéristiques les plus frappantes de la société sud-africaine est l'inégalité des chances au sein de la population et l'inégalité des conditions de vie. L'Afrique du Sud est classée comme "pays à revenu intermédiaire supérieur" dans la classification actuelle de la Banque mondiale, mais il ressort déjà clairement de l'examen de certains des indicateurs de prospérité que cette classification est fondée sur une valeur moyenne qui cache les réalités des conditions de vie d'une grande partie de la population. Le Rapport mondial sur le développement humain pour l'Afrique du Sud (PNUD 2003) estime qu'environ 50% de la population sud-africaine vit en dessous du seuil de pauvreté et qu'il n' y a pas eu d'amélioration significative ces dernières années. Ainsi, en 1995, environ 51,1 % de la population vivait sous le seuil national de pauvreté, contre 48,5 % en 2002. Ce déclin relatif est en fait une augmentation nominale due à la croissance démographique, le nombre de pauvres passant de 20,2 millions à 21,9 millions entre 1995 et 2002. En outre, le taux de chômage officiel en Afrique du Sud est passé de 20% (1994) à 29,5% en 2001.

 

Les disparités socio-économiques sont plus grandes dans pratiquement aucun autre pays que l'Afrique du Sud. Par exemple, les 7% les plus riches de la société ont 40% des revenus annuels générés en Afrique du Sud, alors que les 50% les plus pauvres de la population n'ont que 11% du revenu total. Le coefficient GINI pour l'Afrique, c'est-à-dire la répartition des revenus à l'intérieur d'un pays ou d'une région, est le troisième plus élevé au monde. Il était de 0,596 en 1995 et est même passé à 0,635 en 2001, avec un coefficient de 1,0 indiquant une distribution absolue inégale et de 0,0 indiquant une distribution absolue égale. En conclusion, ces valeurs drastiques montrent à quel point les revenus sont inégalement répartis en Afrique.

 

 

Solutions suggérées pour réduire les disparités

En raison des disparités extrêmes en Afrique du Sud mentionnées ci-dessus, une "division" de la population a été créée.

Les solutions sont difficiles à mettre en œuvre dans la pratique, mais il existe des solutions possibles.

Tout d'abord, la corruption est un problème majeur. L'argent est souvent refoulé par des politiciens puissants, qui souffrent la population. C'est pourquoi il convient de prévenir la corruption. En général, les pays africains sont souvent confrontés à la corruption. Des politiciens riches vivant dans de grandes maisons et une population pauvre restante en sont les conséquences.

Si l'on mettait un terme à la corruption, ce qui est bien sûr très facile à dire en théorie, cela profiterait grandement à la population et réduirait l'écart entre les pauvres et les politiciens riches.

 

Une autre solution possible est de réduire progressivement le taux de pauvreté. Si les pauvres s'appauvrissent, le fossé entre riches et pauvres se creusera. Pour lutter contre la pauvreté, il faut garantir à tous les enfants l'accès aux établissements d'enseignement, car une bonne éducation offre de meilleures chances d'obtenir un bon travail et donc de meilleurs revenus.

En outre, le principe général est que le niveau de vie en Afrique du Sud doit être amélioré. En raison de la persistance des cantons (zones résidentielles à faible infrastructure et à la croissance rapide de la population), la situation des populations les plus pauvres est difficile. La criminalité, la pauvreté, la faim et la maladie sont des facteurs déterminants pour les habitations de refuges en tôle ondulée (bien que des différences existent, bien sûr, certaines d'entre elles se sont également considérablement développées ces dernières années).

Si le niveau de vie général s'améliorait, l'écart important entre riches et pauvres changerait aussi.

Dans l'ensemble, il est bien sûr facile de formuler des propositions de solutions en théorie, puis de les mettre en pratique est le vrai travail.

 

von Houda, Alina und Lucie

 

 

 

 

 

 

https://www.wissen.de/suedafrika-zwei-welten-ein-land

 

https://media.diercke.net/omeda/3_360grad_1_2010.pdf

 

https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika#Probleme_des_Landes

 

https://media.diercke.net/omeda/3_360grad_1_2010.pdf